Gerichtsmedizin

Woran Haider wirklich starb

03.11.2008

Der Landesfürst hat bei dem Unfall mehrere tödliche Verletzungen erlitten. Die eigentliche Todesursache war aber der Abriss des Hirnstammes.

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© APA/Robert Jäger
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Die Bilder vom schweren Unfall Jörg Haiders gingen um die Welt. Der prominente BZÖ-Politiker hatte gleich mehrere tödliche Verletzungen erlitten. In einem Interview mit der deutschen BILD erklärte Gerichtsmedizinerin Kathrin Yen die Todesursache im Detail: Der ehemalige Kärntner Landeshauptmann starb an einem Abriss des Hirnstamms (Anmerkung: jener Teil des Gehirns, der zum Rückenmark führt).

So eine Verletzung entsteht, wenn ein Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit auf ein Hindernis prallt. Wenn der Kopf dann mit voller Wucht auf den geöffneten Airbag fällt, kann der Hirnstamm abbrechen.

Haider war damit sofort tot. Die Obduktion wurde von der Chefin des Grazer Instituts für Gerichtsmedizin Yen und ihrem Stellvertreter Peter Grabuschnigg gemeinsam durchgeführt - und das strikt nach dem Vieraugenprinzip, um Fragen und Zweifeln, die aufkommen würden, entgegentreten zu können.

Bereits vor der konservativen Obduktion wurde eine sogenannte "Virtopsie", eine virtuelle Autopsie, durchgeführt. Durch diese Vorgehensweise können Verletzungen dreidimensional dargestellt werden, ohne die Leiche zu berühren. Dadurch werden keine Strukturen verändert.

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