49-Jähriger tot
Kugel im Bauch - Suche nach Schützen eingestellt
OÖ. Die Staatsanwaltschaft Ried im Innkreis hat die Ermittlungen wegen grob fahrlässiger Tötung im Fall des 49-jährigen Rumänen Andrei K., der im Juli des Vorjahres nach einem Schuss aus einem Luftdruckgewehr in Mattighofen (Bezirk Braunau) innerlich verblutet war, eingestellt. Ein Verantwortlicher für den Tod konnte nicht ausgeforscht werden, bestätigte ein Staatsanwaltschaftssprecher.
Am Morgen des 7. Juli wollte ein Arbeitskollege den Rumänen abholen, doch er fand diesen reglos im Bett. Für ihn kam jede Hilfe zu spät. Der 49-Jährige hatte abends zuvor mit Bekannten noch ausgiebig auf einer privaten Grillparty gefeiert.
Großes Blutgefäß mit Luftdruckgewehr getroffen
Eine von der Staatsanwaltschaft routinemäßig angeordnete Obduktion zeigte, dass der Tote eine Art Einstichstelle und ein sehr kleines Projektil (4,5 mm) im Bauchraum hatte. Die Patrone hatte ein großes Blutgefäß getroffen und der Rumäne verblutete innerlich, so das Ergebnis der Obduktion.
Es wurden keine konkreten Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gefunden. Es könne auch nicht ausgeschlossen werden, dass sich der Rumäne mit dem Gewehr - Waffe und Munition wurden vor Ort sichergestellt - die Verletzung selbst zugefügt habe, so der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Nachdem sich gegen niemanden ein Tatverdacht erhärten ließ, wurden die Ermittlungen eingestellt. Sollten sich neue Hinweise ergeben, könnte diese aber wieder aufgenommen werden.