Opfer im Spital

Nach Messer-Attacke auf Ehefrau: Apotheker verweigert Aussage

04.02.2026

Während der 66-Jährige in die Justizanstalt eingeliefert wird, ist seine lebensbedrohlich verletzte Ehefrau noch nicht vernehmungsfähig. 

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© monatsrevue.at/Thomas Lenger
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Ein 66-Jähriger ist nach einer Messerattacke auf seine gleichaltrige Ehefrau am Montagnachmittag in Kottingbrunn, Bezirk Baden, in die Justizanstalt Wien-Josefstadt eingeliefert worden. U-Haft wurde beantragt. Der Mann habe bisher die Aussage verweigert, sagte Erich Habitzl, Sprecher der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt. "Das Opfer ist noch nicht vernehmungsfähig", teilte er mit. Zum Auslöser für die Tat laufen nach wie vor Ermittlungen.

Haftstrafe stand kurz bevor

Geprüft wird laut Habitzl weiterhin, ob das Motiv im bevorstehenden Haftantritt des 66-Jährigen liegt. Der Beschuldigte soll die Tat in E-Mails an verschiedene Stellen angekündigt haben. Der 66-Jährige wurde wegen Untreue und betrügerischer Krida rechtskräftig zu einer unbedingten Haftstrafe verurteilt. Die Aufforderung zum Strafantritt ist nach Angaben des Landesgerichts Wiener Neustadt im Dezember abgeschickt worden.

Der Mann soll seiner Frau Stichwunden zugefügt und dann versucht haben, sich selbst zu töten. Die beiden Ehepartner wurden mit Verletzungen im Bauchbereich in Krankenhäuser transportiert. Der 66-Jährige wurde wegen Verdachts des versuchten Mordes festgenommen.

   (S E R V I C E - In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, u. a. Hilfe und Informationen bei der Frauen-Helpline unter: 0800-222-555, www.frauenhelpline.at; beim Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) unter www.aoef.at, sowie beim Frauenhaus-Notruf unter 057722 und den Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217, https://www.gewaltschutzzentrum.at/, beim Polizei-Notruf: 133, sowie in Niederösterreich beim NÖ Frauentelefon unter 0800-800 810.)