Geothermie-Offensive

100 Millionen für Thermal-Energie: EVN startet Probebohrungen

23.03.2026

Die Energieversorgung Niederösterreich (EVN) setzt auf nachhaltige Energie aus der Tiefe. Weil das Potenzial enorm sein soll, wird jetzt anhand von Probebohrungen südlich von Wien getestet. 

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© EVN
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Im südlichen Wiener Becken laufen derzeit groß angelegte Messungen, wo die EVN gemeinsam mit der Universität Wien an der Erforschung von Tiefen-Geothermie arbeitet. Auf einer 220 Quadratkilometer großen Fläche, die sich von Mödling bis Schwechat erstreckt, wurden heuer bereits 240 Sensoren im Boden verteilt. Dabei handelt es sich um Geräte, die feinste Erschütterungen (Erdrauschen) registrieren.

© APA/dpa/Jens Büttner

Aus den gewonnenen Daten werden sich Rückschlüsse auf Gesteinsschichten in mehreren Kilometern Tiefe ziehen lassen. Ziel ist es, wasserführende Schichten zu finden, die heiß genug sind, um als nachhaltige Energiequelle genutzt zu werden.

Ebenfalls zur Nutzung von Tiefen-Geothermie wurde auch in 70 Metern Tiefe am Sooßer Lindkogel (Bad Vöslau) gebohrt. Tests solcher Art liefern zusätzliche Erkenntnisse. Denn die EVN hat Großes vor: 2035 sollen zwei Geothermie-Anlagen entstehen und ins Wärmenetz eingespeist werden. Wo genau, ist derzeit noch offen. Feststeht aber: Rund 100 Millionen Euro fließen in besagtes Projekt, das als wesentlicher Schritt für die regionale Wärmeversorgung gilt.