Wien lässt im Stich

Gastpatientin Erika M.: "Speisinger Spital hat mich ignoriert!“

27.03.2026

Ein neuer Schockfall im Gastpatienten-Streit! Die gebürtige Wienerin Erika M. aus Baden wartet seit JAHREN vergeblich auf eine lebensnotwendige Operation - abgewiesen vom Orthopädischen Spital Speising wegen ihres niederösterreichischen Wohnorts.  

Zur Vollversion des Artikels
© zVg
Zur Vollversion des Artikels

Die Metallplatte im Fuß, 2021 eingesetzt, müsste längst entfernt sein. Doch statt einem OP-Termin kam die brutale Absage per Telefon: "Niederösterreichische Patienten kommen nie wieder dran!"

VP-Zauner: „Wien bricht bestehende Verträge!“

VPNÖ-Landesgeschäftsführer Matthias Zauner donnert: "Die niederösterreichischen Landsleute sind keine Schnorrer, Herr Hacker (der SPÖ-Sozialstadtrat von Wien, Anm.), und sie sind auch keine Patienten zweiter Klasse. Wien bricht bestehende Verträge!"

Erika M.s Geschichte: "Wien wollte mich nicht"

Die gebürtige Wienerin Erika M., die sich von Wien im Stich gelassen fühlt und sich mit ihrem Schicksal nun an die Öffentlichkeit wendet, wurde bereits 2021 im Orthopädischen Spital Speising erstmals am Fuß operiert. Doch anstatt den nach zwei bis drei Jahren geplanten Folgeeingriff zur Entfernung der damals eingesetzten Metallplatte längst hinter sich zu haben, wartet die Pensionistin bis heute vergeblich auf ihre Operation. In zwei Schreiben des Spitals wurde der OP-Termin im Jänner 2024 zunächst eingetaktet, über ein Jahr später mit Verweis auf ihren niederösterreichischen Wohnort - konkret in Baden - aber auf unbekannte Zeit verschoben und am Telefon schließlich gänzlich abgesagt. Weitere Kontaktversuche wurden vom Speisinger Spital einfach ignoriert.

Wie viele „insgeheime Gastpatienten“ gibt es eigentlich noch?

© Orthopädisches Spital Speising

ÖVP-LAbg. Christoph Kainz (Baden) warnt: Wie viele Betroffene trauen sich aus Angst vor noch längeren Wartezeiten gar nicht erst an die Öffentlichkeit? "Es ist erschreckend zu sehen, wie viele Leidensgeschichten von Patientinnen und Patienten aus ganz Niederösterreich nach und nach zu Tage treten, die allesamt in Wiener Spitälern aufgrund ihres Wohnorts abgewiesen wurden." 

© zVg

Das bittere Fazit muss lauten: Während Stadtrat Hacker die Debatte mit fadenscheinigen Argumenten verschleppt, so meinen viele Niederösterreicher, leiden echte Menschen: Eine Pensionistin, die ihr Leben lang ins Gesundheitssystem eingezahlt hat, wird herzlos abgewiesen.

Bange stellt sich die Frage: Wie viele abgewiesene Gastpatienten soll es noch geben, Herr Hacker?