Gesundheitsökonom Ernest Pichlbauer macht klar: Wien schiebt Niederösterreichern die Schuld zu - zu Unrecht!
Wiens Spitäler weisen NÖ-Patienten ab. Doch laut Experte Pichlbauer ist das reine Heuchelei: "Wien hat kein Problem mit zu vielen Gastpatienten - sondern ein hausgemachtes Kostenproblem!"
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Die Zahlen sind fürchterlich: Durch eine Angleichung überhöhter Kosten für nichtmedizinische Leistungen könnte Wien eine satte Milliarde Euro sparen. VPNÖ-Mann Matthias Zauner legt nach: Allein durch die Übernahme des NÖ-Sozialhilfemodells würden 300 Millionen Euro Spielraum entstehen.
Gesundheitsökonom Pichlbauer: Verfassungswidrig!
Pichlbauer geht noch weiter - und nennt Wiens Vorgehen verfassungswidrig. Sein Urteil über Gesundheitsstadtrat Hacker ist vernichtend: Patienten würden auf die politische Ebene gezogen und "vor die Tür gesetzt."
„Die Zahlen sprechen eindeutig dafür, dass Wien hier anders wirtschaftet als andere Bundesländer, vor allem in den patientenfernen Kosten. Bei Abgaben oder medizinischen Fremdleistungen ist Wien exorbitant teuer und ich sehe keinen Grund, warum Wien so teuer ist, aber es ist so.“
Die Gastpatiententhematik dreht sich um Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher, die in Wien länger auf Operationstermine warten müssen oder gar keinen Termin bekommen. Hintergrund des Streits sind die Kosten für die Behandlung von Patientinnen und Patienten aus den Bundesländern, die Wien nicht mehr tragen will. Die Bundeshauptstadt fordert Ausgleichszahlungen.
Dabei ist die Rechtslage eindeutig: Eine Vereinbarung im Finanzausgleich zur Behandlung von Gastpatienten gilt bis 2028 - unterschrieben von Wiens eigenem Bürgermeister!