Frühjahrsanbau
Für viele Getreidebauern rechnet sich die Produktion nicht mehr
30.03.2026Zumindest gibt es gute pflanzenbauliche Bedingungen zum Frühjahrsanbau.
OÖ. Die Getreidekulturen sind in Oberösterreich gut über den Winter gekommen und zeigen bisher eine relativ gute Blattgesundheit. „Ein sehr trockener März mit für die Jahreszeit warmen Temperaturen, die etwa 2,5 Grad über dem langjährigen Mittel liegen, sorgte für die notwendige Abtrocknung der Böden. So erfolgte bereits in der ersten Märzhälfte der erste Anbau von Zuckerrüben, Ackerbohne und Sommergetreide. Erst nach der aktuellen Kältephase folgt – ab Anfang April bis Mitte Mai – großflächig die Aussaat von Mais, Sojabohnen und zuletzt Ölkürbis“, sagt Helmut Feitzlmayer, Leiter der Abteilung Pflanzenbau in der Landwirtschaftskammer OÖ.
Die Entwicklung der Düngemittelpreise schaut hingegen nicht gut aus. Seit dem Kriegsbeginn im Iran verteuerten sich die Produktionsmittel für die Ackerbauern bei einer gängigen Fruchtfolge um durchschnittlich 150 Euro je Hektar, davon entfallen zwei Drittel auf höhere Düngerkosten und ein Drittel auf höhere Dieselkosten.
„Bei düngeintensiven Kulturen wie Weizen oder Mais beträgt derzeit die Kostensteigerung sogar bis zu 180 Euro je Hektar. Der Deckungsbeitrag betrug bei acht Tonnen guter Mahlweizenqualität zuletzt 340 Euro je Hektar und zeigt so die Dimension der Kostensteigerung auf. Für viele Getreidebauern rechnet sich so die Produktion nicht mehr“, rechnet Franz Waldenberger, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ, vor.