Nach Wiener Vorbild
Geschlossene WG für Intensivtäter unter 14 Jahren in OÖ gefordert
25.01.2026FPÖ-Klubobmann Thomas Dim will das Wiener Pilotprojekt zur geschlossenen Unterbringung für strafunmündige Intensivtäter nach Oberösterreich bringen.
OÖ. Wien will im Frühling ein Pilotprojekt zur geschlossenen Unterbringung von strafunmündigen Intensivtätern unter 14 Jahren starten. Die FPÖ OÖ will nach Wiener Vorbild auch "Auszeit-WGs" einführen. „Dieses Pilotprojekt zeigt, dass man in der Praxis neue Wege gehen muss, um strafunmündigen Intensivtätern mit hoher Selbst- und Fremdgefährdung wirksam zu begegnen und für mehr Sicherheit zu sorgen. Die üblichen Angebote der Jugendhilfe stoßen aufgrund fehlender Handhabe leider oft an ihre Grenzen – deshalb ist es wichtig, auch in Oberösterreich über vergleichbare Lösungen nachzudenken“, sagt FPÖ OÖ-Klubobmann Thomas Dim.
Mündliche Anfrage an SPÖ-Landesrat
Im kommenden Oö. Landtag am 29. Jänner wird Dim daher eine mündliche Anfrage an den Jugendlandesrat Martin Winkler (SPÖ) stellen, mit der er klären möchte, ob und wie die Kinder- und Jugendhilfe in Oberösterreich einem solchen Modell folgen will.
Dass Handlungsbedarf bestehe, sei laut Dim unbestritten: „Die Zahl der Anzeigen mit Tatverdächtigen im Alter von zehn bis 14 Jahren hat sich laut polizeilicher Anzeigenstatistik 2024 in den vergangenen zehn Jahren auf über 12.000 Fälle verdoppelt. Auch in Oberösterreich sorgte der Fall eines 13-jährigen Intensivtäters mit mehr als 200 Anzeigen für öffentliche Aufmerksamkeit."