Prix Ars Electronica
Goldene Nicas zum 20. Mal vergeben
Am Freitagabend wurden in Linz zum 20. Mal die Goldenen Nicas des Prix Ars Electronica vergeben.
Dabei gab es leichte Ohrfeigen für Direktor Gerfried Stocker. Doch diese waren nicht böse gemeint, sondern Teil der Performance von " Freqtric Drums", wo bei jeder Hautberührung ein Trommelsound erklingt. Lob für Stockers Arbeit kam bei der Gala im Brucknerhaus von Kunststaatssekretär Franz Morak (V): "Wenn es die Ars Electronica nicht geben würde, müsste man sie erfinden".
„Keine Verweigerung der E-World“
Angesichts des Festivalthemas "Simplicity" stellte Morak fest, dass Einfachheit ein anzustrebendes Ziel ist. Doch "es kann keine Verweigerung der E-World geben." Die Kultur des Digitalen umgebe alle Menschen, und sei damit "unentrinnbar". Umso wichtiger sei, diese sozialen und technischen Veränderungen kritisch zu hinterfragen - und dies sei Aufgabe des Linzer Festivals.
3.177 Projekte eingereicht
Dieses Jahr wurden 3.177 Projekte aus 71 Ländern zum Wettbewerb eingereicht. Insgesamt 117.500 Euro an Preisgeldern gehen an die Gewinner der sechs "Nicas". Zusätzlich wurden zwölf Auszeichnungen und 73 Anerkennungen ausgesprochen.
Es gab Nicas in den Kategorien Computeranimation/Visual Effects, Interaktive Kunst, Digital Musics, Net Vision, Digital Communities sowie einen Jugendwettbewerb.
Origami-Faltvorlage ausgezeichnet
In der Kategorie "Net Vision", die sich mit der Zukunft des Webs auseinander setzt, hat sich die japanische Gruppe "Exonemo" durchgesetzt. Diese hat eine Reise durch Japan mit einem "Road Movie" der ungewöhnlicheren Art dokumentiert: Alle fünf Minuten aufgenommene Ansichten von der Reise auf einer Origami-Faltvorlage für einen Mini-Reisebus können ausgedruckt werden und dann gefaltet werden.
Sechs dreijährige Teilnehmer
Die Linzer Alexander Niederklapfer, David und Magdalena Wurm sowie Ehrentraud Hager gewinnen mit der Animation "Abenteuer Arbeitsweg" den Jugendwettbewerb U-19, bei dem heuer sechs erst dreijährige Teilnehmer verzeichnet wurden.