Airbnb in Wien
Putzfrau entdeckte in Sofa 9 Kilo Koks
05.03.2026Die Frau stieß auf die Drogen beim Staubsaugen.
Sehr gründlich aufgeräumt hat eine Putzfrau in einem Airbnb in der Engerthstraße in der Wiener Leopoldstadt. Doch mit diesem Fund hatte die Angestellte wohl nicht gerechnet. Beim Staubsagen entdeckte sie nämlich neun Kilo Kokain in dem Schlafsofa der Räumlichkeiten, die ein 34-Jähriger im Oktober 2025 angemietet hatte.
Die Frau informierte gleich ihre Chefin, welche wiederum die Polizei verständigte. So flog der 34-Jährige, welcher die Drogen zum Weiterverkauf bearbeiten sollte, auf. Er habe das Kokain dort "geparkt", um Schulden in der Höhe von 5.000 Euro zu tilgen. Allerdings sei er selbst auch stark drogenabhängig gewesen.
Angeklagter: "Es tut mir leid"
Am Mittwoch musste sich der Ex-Mieter des Airbnb vor dem Landesgericht in Wien dafür verantworten. Die Staatsanwaltschaft legte seine Drogenabhängigkeit als Schutzbehauptung aus, um eine Privilegierung als Suchtkranker zu erlangen. Die Darstellung des Angeklagten sei "nicht plausibel". "Ziel war das Rückzahlen von Schulden", hielt auch der Richter fest und gab den Anklagepunkten statt. Zugute kam dem Mann, dass er bis dahin nicht vorbestraft war.
"Ich möchte mich beim Staat Österreich entschuldigen. Was ich gemacht habe, tut mir leid", sagte er vor der Urteilsverkündung. Zudem bemühe er sich um einen Therapieplatz. Er wurde zu 24 Monaten teilbedingt wegen Vorbereitung von Suchtgifthandel verurteilt. Acht Monate muss er in Haft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.