Ermittlungen laufen
Manninger-Unfall: Jetzt sind die Gutachter am Zug
17.04.2026Nach dem tragischen Unfall-Tod von Ex-Goalie Alexander Manninger laufen die Ermittlungen auf Hochtouren.
Es war ein Schock in der Fußballwelt, als Donnerstag Vormittag die Nachricht vom Tod von Alexander Manninger bekannt wurde. Der 48-Jährige kam bei einem Auto-Crash mit einem Zug ums Leben. Der frühere Nationaltorhüter war offenbar gerade auf dem Weg zu seiner großen Leidenschaft abseits des Fußballs, dem Angeln. Der tödliche Unfall ereignete sich fernab belebter Straßen: Laut Feuerwehr handelt es sich um einen schmalen Weg, der bei mehreren Fischteichen endet.
Gegen 08:20 Uhr wurde die Polizei zu einem Verkehrsunfall zwischen einer Lokalbahn und einem Pkw im Bereich einer Eisenbahnkreuzung in Nußdorf am Haunsberg gerufen. Beim Eintreffen der Einsatzkräfte war der Ex-Kicker bereits von Ersthelfern befreit und reanimiert worden. Trotz der Wiederbelebungsversuche kam für ihn jede Hilfe zu spät, er erlag seinen Verletzungen noch am Unfallsort.
Ersten Ermittlungen zufolge wurde der Pkw beim Überqueren der Eisenbahnkreuzung von einem Triebwagen der Salzburger Lokalbahn erfasst und mitgeschleift. Der Lenker befand sich allein im Fahrzeug. Der genaue Unfallhergang muss jetzt geklärt werden.
Sachverständiger klärt Unfallursache
Der zuständige Sachverständige DI Gerhard Kronreif dazu im oe24-Talk: "Ich habe jetzt sowohl das Airbag- als auch das Motor-Steuergerät ausgebaut und muss die Daten auswerten. Bei diesem Fahrzeug-Modell kann ich von der Geschwindigkeit über die Stellung des Gaspedals, den Lenk-Einschlag und weitere Daten exakt auswerten", so der Experte. Manninger dürfte zum Zeitpunkt des Unfalls angeschnallt gewesen sein, wie aus Fotos hervorgeht - bestätigen kann dies der Experte aber ebenfalls erst nach der Daten-Auswertung.
Die genaue Todesursache muss durch eine Obduktion Manningers geklärt werden. "Es sind ungeheure Kräfte, die bei so einem Unfall wirken. Eine Beschleunigungsänderung in einer Zehntelsekunde setzt große Kräfte frei. Diesen kann der menschliche Körper meist nicht standhalten", so Kronreif.