Mögliche Gefährdung

SOS-Kinderdorf: Schon 137 Meldungen

26.02.2026

Mit Stand 23. Februar sind bei SOS-Kinderdorf 137 Meldungen über eine mögliche Kindeswohlgefährdung oder Kinderschutzverletzung eingegangen 

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© APA/HERBERT PFARRHOFER
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"Der Großteil dieser Meldungen stammt von Betroffenen selbst, die restlichen aus deren Umfeld, z.B. Verwandte, Elternteile, (ehem.) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter", gab SOS-Kinderdorf am Donnerstag bekannt. Parallel zur Aufarbeitung der Fälle werden in Abstimmung mit der Reformkommission mehrere Projekte gestartet.

Die zuletzt gemeldete Zahl stammte vom 12. Jänner 2026 - hier gab es 107 neue Meldungen über mögliche Kindeswohlgefährdung oder Kinderschutzverletzung. Schon damals wurde aber betont, dass sich diese quantitativ sowohl nach oben als auch nach unten verändern kann. Die Zahl der Opferschutzverfahren hat sich hingegen nicht verändert und beläuft sich weiterhin auf 187.

Mehrere Projekte zum Kinderschutz

Basis für die zukünftigen Aufarbeitungsschritte wird SOS-Kinderdorf zufolge eine zentrale, einheitliche Fallerfassung für kinderschutzrelevante Vorfälle sein, damit Meldungen, Zuständigkeiten und gesetzte Maßnahmen nachvollziehbar dokumentiert werden. "Für die systematische Aufarbeitung wird ein Projekt aufgesetzt, das an den Standorten von SOS-Kinderdorf eine fachlich fundierte und nachvollziehbare Bearbeitung von Meldungen und Vorwürfen aus der Vergangenheit sicherstellt", hieß es.

Für die Weiterentwicklung des Kinderschutzes wird zudem das Schutzkonzept von SOS-Kinderdorf einschließlich der Kinderschutzrichtlinie in diesem Jahr nach aktuellen fachlichen Standards evaluiert. "Dazu werden Risikoanalysen an allen Standorten durchgeführt. Auch Kinder und Jugendliche werden gehört und beteiligt", so die Einrichtung.

Ergänzend wird demnach eine unabhängige historische Studie vorbereitet, "die lange zurückliegende Vorwürfe wie zum Beispiel rund um Gründerpersonen wissenschaftlich untersucht und die Ergebnisse transparent dokumentiert und veröffentlicht".