Tirol

Absturz von Sportflieger: Kein technischer Defekt

31.07.2011

Angehörige aus den Niederlanden über Interpol verständigt.

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© APA / Zoom-Tirol
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Nach dem tödlichen Absturz eines Sportflugzeugs im Gebiet der Wildenkaralm bei Thiersee im Tiroler Bezirk Kufstein von Samstag hat ein Sachverständiger einen technischen Defekt als Unfallursache ausgeschlossen. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck habe weitere Schritte angeordnet, hieß es bei der Sicherheitsdirektion gegenüber der APA am Sonntag. Inzwischen seien Angehörige der Opfer - ein Mann wurde bei dem Unglück getötet, ein weiterer schwer verletzt - zur Identifikation über Interpol in den Niederlanden ausfindig gemacht und verständigt worden.

Einen Bericht von "ORF Radio Tirol", dass die Angehörigen bereits auf dem Weg nach Innsbruck seien, wollte man nicht bestätigen. Die Männer sollen 48 und 45 Jahre alt sein. Welches Alter zu welcher Person gehöre, sei noch nicht geklärt. Der Überlebende war nach wie vor nicht ansprechbar. "Er befindet sich auf der traumatologischen Intensivstation", sagte ein Sprecher der Universitätsklinik Innsbruck in der Früh. Nach weiteren Operationen in der Nacht war die "akute Lebensgefahr" gebannt worden.

Beim Verstorbenen dürfte es sich ersten Erkenntnissen zufolge um den Passagier handeln, der Pilot überlebte. Nachdem bis zuletzt noch keine Angehörigen vor Ort waren, konnte die Identität nicht zu 100 Prozent zugeordnet werden.

Der Absturz hatte sich Samstagmittag kurz nach 12.30 Uhr am Kamm zwischen Bayern und Tirol ereignet. Das einmotorige Kleinflugzeug war aus Italien gekommen, auf einem steilen Grasrücken auf 1.530 Meter Seehöhe schlug es auf. Grund für den Absturz der zweisitzigen Cessna könnte der sehr dichte Nebel gewesen sein, der zur Zeit des Unfalls geherrscht hatte, meinte der Einsatzleiter der Bergrettung, Manfred Pfluger. Das Wrack musste im steilen Gelände gegen einen weiteren Absturz gesichert werden.

Der Unfall war beobachtet worden und die Rettungskräfte wurden gegen 12.45 Uhr alarmiert. An der Suche nach dem Wrack und der Bergung der Opfer beteiligten sich neben einem Polizei- auch zwei Notarzthubschrauber. Weiters standen mehrere Feuerwehren, die Bergrettung und die Polizei Kufstein im Einsatz. Die Unfallkommission und das Landeskriminalamt Tirol waren zur Klärung der Unfallursache am Unglücksort.
 

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