Missbrauch am Praterstern

Vergewaltigungsopfer: "Fühle mich wie Restmüll"

© Getty Images (Symbolfoto)
Ihre Worte rührten nicht nur die Anwesenden im Gerichtssaal zu Tränen
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Die 21-jährige Studentin hat im Ermittlungsverfahren kontradiktorisch ausgesagt. Die davon angefertigte DVD wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit im Gerichtssaal abgespielt. Das Opfer der inkriminierten mehrfachen Vergewaltigung musste damit nicht mehr persönlich erscheinen und als Zeugin gegen ihre Peiniger aussagen. Sie ist mittlerweile wieder in ihre türkische Heimat zurückgekehrt.

Um ihr dennoch Präsenz zu verleihen, verlas ihre Rechtsvertreterin Sonja Aziz einen längeren Brief, den die junge Frau für die Verhandlung vorbereitet und ihr übermittelt hatte. "Manchmal gibt es Momente, wo ich gar nicht spüre, dass ich noch lebe", heißt es darin. Die 21-Jährige offenbart, nach wie vor "große Wut und Hass", vor allem aber "Ekel" zu verspüren: "Drei Monate konnte ich nicht in den Spiegel schauen. Ich fühle mich wie Restmüll. Ich erinnere mich an die Blicke dieser Männer."

"Ich habe niemandem etwas getan. Warum werde ich bestraft?", fragt sich die 21-Jährige. Weiters stellt sie fest: "Meine Lebensfreude ist dahin. Ich bin um Jahre gealtert." Zur Tat selbst hält die Betroffene fest: "Ich habe die Sekunden gezählt, bis es vorbei ist. Ich dachte, ich sterbe dort."

© APA/HERBERT NEUBAUER
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