Hacker: Lage ist "trügerisch"

Inzidenz-Atlas: Nur ein Wiener Bezirk unter 100

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Infektionsdaten bringen Verschnaufpause; die Stadt ist aber auf der Hut.
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Wien. Seit gut zwei Wochen sinkt die Inzidenz in Wien. Derzeit liegt sie bei 163,3. Das ist der niedrigste Wert seit Anfang September. Auch in den einzelnen Bezirken zeigt sich, dass jene mit einer Inzidenz von 200 bis 300 in der letzten Woche weniger wurden. Simmering, Meidling und Hernals stehen „nur mehr“ bei 150– 200.

Kritisch. Bleiben noch Penzing, Rudolfsheim-Fünfhaus, Ottakring und Favoriten in der Kategorie 200–300.

Erleichterung? Die Zahlen seien trügerisch, hieß es aus dem Büro von SPÖ-Stadtrat Peter Hacker. Zunächst gibt es nur mehr einen Bezirk (Wieden), der eine Inzidenz von 50 bis 100 hat – der niedrigste Wert in Wien –, letzte Woche waren es noch fünf.

Außerdem gibt es Unterschiede zwischen den Inzidenzen von Vollimmunisierten und Nicht-Vollimmunisierten. So steht die wienweite Inzidenz der Vollimmunisierten bei 46,2, die der Nichtvollimmunisierten bei 387,5.

Anstieg. Es gebe „keinen einzigen Parameter, der darauf hindeuten könnte, dass es zu einem generellen Abflauen des Infektionsgesche­hens kommen könnte“.

Durch einen warmen Herbststart und einen Überanstieg der Inzidenz durch Urlaubsrückkehrer und den Schulstart können die Zahlen täuschen. Man erwarte ein baldiges Ende des positiven Trends. Vor allem der Infektionsdruck bei nicht voll geimpften Personen sei „weiter hoch“.