Vor ESC im Mai

"Alles abgeriegelt": Stadthalle ist ab sofort Sperrzone

29.04.2026

Kurz vor dem wohl größten Musikereignis Europas zieht Wien die Sicherheitsschrauben an. Rund um die Stadthalle läuft seit heutigem Mittwoch ein strenges Kontrollprogramm - mit Security-Maßnahmen wie am Flughafen.  

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© APA/Hans Klaus Techt
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In zwei Wochen steigt hierzulande der 70. Eurovision Song Contest (ESC). Das Mega-Event erstreckt sich über fünf Tage, genauer von 12. bis 16. Mai, und wird in der Wiener Stadthalle über die Bühne gehen. Dass das Thema Sicherheit dabei oberste Priorität genießt, steht außer Frage. Vor diesem Hintergrund wird die Main Venue im 15. Bezirk mit heutigem Mittwoch um 17 Uhr dicht gemacht - ab dann gilt die höchste Sicherheitsstufe. Alle Aufbauarbeiten zum ESC werden für mehrere Stunden eingestellt, um die Veranstaltungsstätte gemeinsam mit den Spezial-Hundeeinheiten der Landespolizeidirektion Wien einer abschließenden Sicherheitsdurchsuchung zu unterziehen.  

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"Die Sicherheit aller Beteiligten – der Künstlerinnen und Künstler, Delegationen, Fans und Medienvertreterinnen und Medienvertreter – hat für uns oberste Priorität. Alle Mitarbeitenden haben eine Sicherheitsüberprüfung durchlaufen, alles, was in der Stadthalle ist, wurde überprüft und das Publikum nach Flughafenstandards kontrolliert. Wir treffen alle uns möglichen Sicherheitsmaßnahmen, um den Eurovision Song Contest zu einem sicheren und freudvollen Fest zu machen", erklärt Oliver Lingens, Eventmanager des ESC.  

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Lingens zufolge werden insgesamt 20 bis 30 Schleusen im Einsatz sein. Das Security-Personal, das ebenso durchleuchtet wird, bevor es auf das Gelände darf, wird derzeit geschult. Lingens appelliert an die Besuchenden des ESC, sich ausreichend Zeit zu nehmen und rechtzeitig zu erscheinen. Die Kontrollen würden einige Zeit in Anspruch nehmen. "Und die Metallschleusen sind sehr fein eingestellt", ergänzt Lingens. 

Finale Sicherheitsphase

Die heutige Abriegelung der Stadthalle läutet die finale Sicherheitsphase für den ESC 2026 ein. In enger Abstimmung mit der Landespolizeidirektion Wien werden sechs Sprengstoffspürhunde die gesamte Venue systematisch durchsuchen - während dieser Zeit dürfen sich keine Personen darin aufhalten. Ziel der Aktion ist ein "systematisches, zügiges Absuchen ohne Unterbrechungen", wie es in der offiziellen Pressemeldung heißt. Schon im Vorfeld sei der Großteil des Materials mit Zollröntgengeräten und durch Beamte des Zolls geprüft und zusätzlich von Bombenspürhunden kontrolliert worden, ist in der Aussendung weiter zu lesen.

Nach Abschluss der Durchsuchung gilt für die Stadthalle "Flughafensicherheits-Standard". Soll heißen: Der Zutritt erfolgt für alle Personen nur mehr über eigens dafür vorgesehenen Zugänge mit Röntgengeräten für Gepäckstücke und Metalldetektoren. Ein Zutrittskontrollsystem mit Drehkreuz und Kartenleser wird sicherstellen, dass lediglich akkreditierte und sicherheitsüberprüfte Personen die Halle betreten können.

Neben der Stadthalle selbst wird auch das Areal rundherum abgesperrt. Der Märzpark wurde eingezäunt und steht ab 11. Mai als Sicherheitsschleusenfläche dem Publikum zur Verfügung. Bereits ab 9. Mai folgen weitere Einschränkungen, die dann den Verkehr rund um die Stadthalle betreffen.