Jubiläumsjahr
Schweizerhaus trotzt Teuerung und hält Bierpreis stabil
08.03.2026Wenn das Schweizerhaus seine Tore öffnet, beginnt für viele Wiener die Gastgartensaison. Heuer wird dort auch ein besonderes Jubiläum gefeiert. Trotz massiv steigender Kosten und Inflation bleibt er seit drei Jahren unverändert.
Das Warten hat bald ein Ende - am 15. März öffnet das Schweizerhaus endlich wieder seine Tore. Für viele Stammgäste gehört dieser Termin zum Frühling einfach dazu. Heuer gibt es gleich zwei Gründe zum Anstoßen. Das Haus feiert 100 Jahre Partnerschaft mit der Brauerei Budweiser Budvar und hält zugleich den Bierpreis stabil.
Seit drei Jahren kostet das Krügerl im beliebten Gastgarten 5,90 Euro. Trotz gestiegener Kosten bleibt dieser Preis auch in der neuen Saison bestehen. Für viele Wiener ist das fast schon eine kleine Sensation in Zeiten spürbarer Teuerung.
Modernisierung hinter den Kulissen
Die Betreiberfamilie hat zuletzt mehrere Investitionen im Betrieb umgesetzt. Neue Küchengeräte arbeiten energieeffizienter, auch die Ausgabestation wurde modernisiert. Der Charakter des traditionsreichen Gastgartens soll dabei bewusst unverändert bleiben.
"Wir haben die Wintermonate wieder intensiv genutzt, um im Hintergrund zu modernisieren und digitalisieren. Durch starke Partnerschaften gelingt es uns, das Jubiläum mit der Brauerei Budweiser Budvar mit einem seit drei Jahren unveränderten Bierpreis zu feiern. Gemeinsam mit unseren Gästen sehen wir einer unvergesslichen Jubiläumssaison entgegen", so die Familie Karl Kolarik.
100 Jahre Bierpartnerschaft
Sichtbarer sind neue Markisen im Garten. Gemeinsam mit rund 70 großen Bäumen sorgen sie im Sommer für Schatten. Auch der dichte Efeu, der das typische Bild des Schweizerhauses prägt, wurde über den Winter sorgfältig gepflegt.
In der Küche bleibt man der Linie treu. Alle Speisen werden frisch zubereitet, viele Zutaten stammen von österreichischen Produzenten. Neben der berühmten Stelze finden sich auch leichtere und vegetarische Gerichte auf der Tageskarte.
Die Verbindung zwischen dem Schweizerhaus und Budweiser Budvar reicht mehr als ein Jahrhundert zurück. 1926 entdeckte Karl Kolarik senior das Bier in Südböhmen und brachte es nach Wien in seinen Gastgarten. Seitdem gehört das tschechische Lagerbier untrennbar zum Haus.
Jubiläumsbier für die neue Saison
Zum Jubiläum wird ab Mitte April eine besondere Abfüllung ausgeschenkt - so lange der Vorrat reichen. Gebraut wird Budweiser Budvar mit Wasser aus einem artesischen Brunnen in rund 300 Metern Tiefe. Saazer Aromahopfen und eine mehr als 90 Tage dauernde Reifung prägen den Geschmack. Im Schweizerhaus landet das Bier schließlich nach einem dreistufigen Zapfprozess im Glas.
Wenn am 15. März um 11 Uhr die ersten Krügerl über den Tresen wandern, beginnt im Prater wieder eine Saison, auf die viele Wiener schon den ganzen Winter gewartet haben. In diesem Jahr mit einem besonderen Jubiläum und einem Bierpreis, der unverändert bleibt.