Externe Beratung

Spitäler: Kostensenkung kostete 6 Millionen Euro

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© APA/HANS KLAUS TECHT
Eine Anfragebeantwortung von Stadtrat Peter Hacker sorgt für Staunen.
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Wien. FP-Gemeinderat Wolfgang Seidl wollte von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker wissen, wie viel der Gesundheitsverbund, der alle städtischen Spitäler managt, zuletzt für externe Berater ausgegeben habe.

An 162 externe Berater flossen 17,6 Mio. Euro

Die Antwort sorgte für Kopfschütteln: Stolze 17,6 Millionen Euro wurden im Jahr 2019 an 162 Auftragnehmer ausgezahlt – laut Hacker für die Bereiche Sicherheitstechnik und Gefahrengut, für die Jahresabschlssprüfung, für juristische Beratung, Risiko- und Qualitätsmanagement und Mitarbeitercoaching sowie Supervision.

Kostendämpfung ist der teuerste Teilbereich

Die Details der größten Posten für die Spitalsberatung sind indes haarsträubend: So ist mit 6,084 Millionen Euro ausgerechnet der Bereich „Kostendämpfungsmaßnahmen“ das mit Abstand teuerste Einzelprojekt.

Danach folgt die Nichtklinische Strukturentwicklung mit 4,8 Millionen Euro – wozu man für eine der eigentlichen Kernaufgaben, wegen der ein Gesundheitsverbund überhaupt gegründet wird, so viel externer Beratung bedarf, bleibt Hackers Geheimnis – er beruft sich häufig auf Datenschutz.

Ähnliches gilt übrigens für die Leistungs- und Organisationsweiterentwick­lung (2,4 Mio. €) und die Klinische Strukturentwicklung (1,5 Mio. €).

FP-Mann Seidl ist über diese lockere Hand beim Geldausgeben für Berater empört: „Wozu hat man etwa eine eigene Rechtsabteilung, wenn man dann doch eine halbe Million für Rechtsberatung ausgeben muss?“