12-Jähriger fiel vor U-Bahn

U-Bahn-Bub: Drama wegen Handyspiel

© TZOe Bruna
Völlig von einem Handyspiel vereinnahmt und abgelenkt war jener 12-Jährige, der in Wien vor die U-Bahn fiel.
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Wien. Was genau der Schüler zockte – zurzeit sind Roblox, Fortnite, Brawl Stars oder Clash Royale sehr beliebt –, ist nicht bekannt, fest steht laut Bericht der Einsatzkräfte nur, dass er „um 17.25 Uhr unvermittelt ins Gleisbett der U-Bahn-Station Seestadt stolperte“. Keine Kopfhörer im Ohr, aber voll Aufmerksamkeit auf die Smartphoneoberfläche. Der Chauffeur der in diesem Moment einfahrenden U2 konnte noch eine Notbremsung hinlegen, aber letztlich nicht verhindern, dass die Garnitur den Buben erfasste und schwer verletzte.

Wie ÖSTERREICH erfuhr, wurde der Teenie nur deshalb nicht überrollt und kam so mit dem Leben davon, weil er unter der U-Bahn gleichsam zwischen den Rädern zu liegen kam – wobei sein linkes Bein aber so schlimm erfasst wurde, dass er lebensbedrohliche Quetschungen erlitt.

Nachdem die Feuerwehr mit schwerem Gerät die Garnitur hob, wurde der bereits vor Ort von der Rettung intensiv betreute 12-Jährige mit dem Hubschrauber ins UKH Meidling geflogen. Dort setzen die Ärzte nun alles daran, dass ihm das Bein nicht abgenommen werden muss. Alle hoffen, dass der junge Patient eine vollständige Genesung schafft.

Im Internet geht derweil die Diskussion los, ob nicht (transparente) Sicherheitstüren auf den Bahnsteigen zu den Zügen derartige Dramen verhindern könnten. Laut Wiener Linien sei das wohl bei der derzeit im Bau befindlichen U5 geplant, die dereinst vollautomatisch fahren wird (was ein Voraussetzung dafür ist). Eine Nachrüstung der alten Linien sei nicht angedacht. Vielmehr wird an die Eigenverantwortung und mehr Aufmerksamkeit der Öffi-Nutzer appelliert.

Das gilt für die Handy-User ebenso wie für Zeugen, die im Fall des (Not-)Falls am Bahnsteig den Zugnotstopp neben der Notrufstelle betätigen können.

(kor)