Neue Verordnung erst am Donnerstag
3G oder Maske?! Chaos um neue Regeln
Wien. Angesichts der nach wie vor hohen Neuinfektionszahlen, sehr vieler Personalausfälle in der kritischen Infrastruktur und Hilferufen aus Spitälern, hat Gesundheitsminister Johannes Rauch nun eine neue Verordnung erlassen, die ab Donnerstag gelten soll. Die sorgt nun aber für neue Verwirrung.
Eigentlich hatte Rauch ja am Freitag angekündigt, dass die FFP2-Pflicht für geschlossene Räume zurückkehren solle. Gestern, um 10.48 Uhr, schickte das Gesundheitsministerium den vorläufigen Entwurf an die Ampel-Kommission, die ihn ihn rechtlich absegnen musste. Die neue Verordnung verdatterte einige Länder. Die Diskussionen dauerten daher am Dienstag bis in den späten Abend. Die Entscheidung wurde auf Mittwoch verschoben. Das heißt: Die Verordnung gilt erst ab Donnerstag. Was durchsickerte:
- Nun heißt es wieder entweder 3G oder FFP2-Maskenpflicht. Wo was gelte – nur in Geschäften des täglichen Bedarfs, in Büros und Öffis bleibt weiterhin die Maskenpflicht, wie sie war –, entscheiden wiederum Betreiber.
- Das heißt: Hotels, Theater, Shoppingcenter oder Nachtklubs können selbst wählen, ob sie künftig einen 3G-Nachweis oder eine Maskenpflicht fordern.
- Als Testnachweis reichen die nicht zuverlässigen Wohnzimmertests.
Dilemma. Die Betreiber – von Gastro bis Hotellerie – monieren nun aber, dass gleichzeitig die Gratis-Tests ja per Ende März massiv reduziert würden. Und wollen, dass diese nun doch wieder ausgeweitet werden.
Schule. Ein Bereich, der von der neuen Maskenverordnung nicht betroffen ist, ist die Schule. Da dort derzeit noch dreimal die Woche getestet wird. Bildungsminister Martin Polaschek kündigte gestern auf oe24.TV an, dass er prüfen werde, was das konkret für Schulen bedeuten werde. Zudem könnte es sein, dass die Test-Intensität an den Schulen auch nach Ostern noch weiter beibehalten werden könnte.
Ob auch die Gratis-PCR-Tests für alle verlängert werden, wie die Experten fordern, scheint offen.