Affären

Postenschacher-Prozess: Wöginger muss auf den "heißen Stuhl"

25.02.2026

Am Donnerstag wird der Prozess gegen ÖVP-Klubchef August Wöginger fortgesetzt. Er und seine Mitangeklagten sollen vernommen werden.

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© APA/FOTOKERSCHI.AT/FLORIAN REISINGER
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Jetzt ist es so weit: Nach zwei Wochen Pause geht am Donnerstag der Prozess gegen ÖVP-Klubobmann August Wöginger und zwei Finanzbeamte in der "Postenschacher"-Causa weiter. Am Programm stehen die Beschuldigteneinvernahmen. oe24-Leserinnen und Leser kennen die Story: Wöginger soll 2017 beim damaligen Generalsekretär im Finanzministerium, Thomas Schmid, interveniert haben, damit ein ÖVP-Bürgermeister einen Leitungsposten erhält. Die beiden mitangeklagten Finanzbeamten sind ÖVP-nahe und in der Hearing-Kommission für die Postenvergabe gesessen. Sie sollen die Kommission so beeinflusst haben, dass eine top-qualifizierte Beamtin den Job nicht bekam, sondern ein Parteifreund Wögingers.

Nach den Beschuldigten kommen die Zeugen

Den Donnerstag, den Freitag sowie den 3. März hat das Landesgericht Linz für die Fragen an die drei Angeklagten reserviert. Danach starten die Zeugenbefragungen, beginnend mit der nicht zum Zug gekommenen Bewerberin am 5. März und Schmid am 9. März. Ein Urteil wird für den 21. April erwartet.

Wöginger drohen bis zu 5 Jahre Haft

Im Fall eines Schuldspruchs wegen Amtsmissbrauchs drohen zwischen sechs Monaten und fünf Jahren Haft. Für die beiden Finanzbeamten könnte zudem der Amtsverlust in Betracht kommen, wenn die Strafhöhe entweder mindestens sechs Monate unbedingt oder ein Jahr bedingt beträgt.