Ex-ORF-Chefin im Visier

Aufstand im Internet gegen Lindner

18.10.2013

Zorn über Mandat und "Geldgier": Hasswelle in den Facebook-Foren.

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Über Monika Lindner entlädt sich derzeit eine selten da gewesene Welle des Hasses. Die Internet-Foren sind voll von empörten, zornigen und zum Teil auch untergriffigen Kommentaren gegen die Neo-Abgeordnete. Mehrere eigens gegründete Facebook-Initiativen fordern Lindner zum Mandatsverzicht auf.

So entstand etwa im Umfeld des Kärntner Team Stronach die Gruppe: „Geben Sie Ihr Mandat zurück Frau Lindner“. Mehrere Hundert „Likes“ hat auch bereits die Gruppe „Monika Lindner im Parlament – Nein Danke“.

Tenor der Kommentare: „Der geht es nur um die Kohle“, „Der ist gar nichts peinlich“ oder „Letztklassig.“

Empörung herrscht darüber, dass Monika Lindner als Abgeordnete und Ex-ORF-Intendantin eine Gage von rund 18.000 Euro erwarten darf. Zorn herrscht auch im Team Stronach, auf dessen Liste Lindner kandidiert hat, weil sie nun als „wilde Abgeordnete“ einzieht. Lindner wurde angezeigt.

Spekulationen, wonach Lindner aufgeben könnte, werden in ihrem Umfeld dementiert: „Die ist tough, die zieht das jetzt durch.“
 

Stronach trifft Rebellen

Nach seinem Aufenthalt in Kanada kehrt Frank Stronach nächsten Montag oder Dienstag wieder nach Österreich zurück. Hier erwartet ihn ein dichtes Programm:

  • Bereits am Mittwoch hat „Frank“ einen heiklen Termin zu absolvieren. Das Team Stronach tritt zu seinem nächsten „Bundesdirektorium“ zusammen. Die Themenwünsche sind vielfältig: Die Kärntner Rebellen wollen demokratischere Strukturen in der Partei herbeiführen. Die Abgeordneten wünschen sich einen Zeitplan für Stronachs angekündigten Rückzug.
  • Im Zuge der Sitzung soll es auch zu einer Aussprache zwischen Stronach und dem abgesetzten Kärnten-Chef Gerhard Köfer kommen.
  • Am Donnerstag wird schließlich der Termin bei Bundespräsident Heinz Fischer nachgeholt, für den Frank Stronach bis jetzt keine Zeit gefunden hatte.

 

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