Ministerin Raab über ihre Karenz

"Benedikt besucht mich im Büro"

© oe24
Frauenministerin Raab über ihre Babypause, Sohn Benedikt & Kanzler-Papa-Monat.
Zur Vollversion des Artikels

ÖSTERREICH: Sie kommen frisch aus der Babypause, wie war Ihre Karenzzeit?

Susanne Raab: Es war wirklich ein wunderschöner Sommer gemeinsam mit meinem Mann und meinem Sohn. Jetzt freue ich mich, meine Aufgaben als Ministerin wieder aufzunehmen.

ÖSTERREICH: Im Juli war die Geburt, wie heißt ihr Bub und wie geht es ihm?

Raab: Meinem Sohn Benedikt geht es sehr gut. Er ist ein fröhliches Kind und unglaublich brav. Ich versuche ihn neben meinen Aufgaben so oft wie möglich zu sehen, er kommt mich auch mit meinem Mann im Büro besuchen.

ÖSTERREICH: Wie managen Sie Baby und Arbeit?

Raab: Es ist eine große organisatorische Herausforderung, die Arbeit als Ministerin und meine Familie unter einen Hut zu bekommen. Wir planen viel im ­Voraus, auch die Großeltern helfen uns sehr. Mein Mann ist für ein Jahr in Karenz und kommt mit Benedikt oft zwischen den Terminen ins Büro. Wir achten darauf, so viel Zeit wie möglich zu dritt zu verbringen.

ÖSTERREICH: Wie finden Sie es als Frauenministerin, dass der Kanzler keinen Baby-Monat machen wird?

Raab: Jede Familie muss das für sich entscheiden, das ist eine höchstpersönliche Entscheidung. Als Mutter kenne ich diese Urteile nur zu gut: Wer schnell wieder in den Job zurückkehrt, ist eine Rabenmutter, wer länger beim Kind bleibt, ist ein Heimchen am Herd. Ich halte von solchen Zuschreibungen nichts.

ÖSTERREICH: Wo gibt es für Sie jetzt den dringendsten Handlungsbedarf?

Raab: Es ist wichtig, Familien weiter zu entlasten.Wir wollen den Familienbonus erhöhen.