Politik-Insider von Isabelle Daniel

Blauer Machtkampf auf offener Bühne in Wien

© APA/HERBERT NEUBAUER
Heute kommt es zum Showdown beim Wiener Landesparteitag der FPÖ
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Wien. Das getrübte Verhältnis zwischen Norbert Hofer und Herbert Kickl ist ein offenes Geheimnis in der FPÖ. Heute könnte sich der Machtkampf indirekt auf offener Bühne abspielen. Der blaue Klubchef und der freiheitliche Parteichef halten Reden beim Wiener FPÖ-Parteitag.

Gespaltene Lager

Hinter den Kulissen geht es „den Prätorianern von Kickl um die Futtertröge der Macht – nicht um Ideologie oder die Partei“, sagt ein Blauer aus dem anderen Lager. „Hofer ist mit seinem Bedürfnis, regierungsfähig dazustehen, nicht der Richtige für die FPÖ“, sagt ein Kickl-Befürworter.

Nepp-Umfeld

Die Wiener Blauen sehen den Machtkampf durchaus gespalten. Im Nepp-Umfeld berichtet man, dass „wir nicht vergessen haben, dass Kickl und Dagmar Belakowitsch im Wiener Wahlkampf Dominik ablösen wollten“. Hier könnte man sich neutral positionieren.
FPÖ-OÖ-Chef Manfred Haimbuchner – der die derzeit mächtigste Landesgruppe der Blauen anführt – steht demonstrativ hinter Hofer. Er befürchtet, dass Kickls radikale Linie die FPÖ mittelfristig schwächen werde. In der blauen Basis dürfte das Rabaukentum aber ankommen.