Aussagen

Strache wird wegen Skins ausgeliefert

20.09.2010

Bad News für Strache: Falschaussage bewiesen und Immunität aufgehoben.

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© Kernmayer
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FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache hatte – wie mehrfach berichtet – ausgesagt, dass zwei Skindheads auf einer seiner Veranstaltungen "Sieg Heil“ gerufen hätten. Konkret ging es um zwei Rechtsextreme, die in der ORF-Sendung Am Schauplatz gezeigt wurden.

Keine Manipulation
Auf den Bändern des ORF sah (und hörte) man auf Sendung davon allerdings nichts. Strache warf den ORF-Verantwortlichen daraufhin Manipulation vor. Der ORF kann jetzt aufatmen. Ein von der Staatsanwaltschaft beauftragter Gutachter kam – nach "grober“ Prüfung – zum Schluss, dass keine Manipulation von Tonspuren gefunden worden sei. Strache, von ÖSTERREICH darauf angesprochen, "möchte nichts dazu sagen, weil wir die Bänder nicht kennen“.

Immunität aufgehoben
Aber es gibt noch weitere "bad news“ für Strache: Heute wird nämlich der Immunitätsausschuss im Parlament beschließen, Straches Immunität aufzuheben. Er wurde vom ORF-Sendungsverantwortlichen Christian Schüller wegen "Falschaussage“ in der Skinhead-Causa angezeigt. Am Mittwoch wird das Hohe Haus jedenfalls der Auslieferung Straches (an die Justiz) zustimmen. Die Staatsanwaltschaft wird Strache und seine Mitarbeiter genau befragen, was es nun wirklich mit dem angeblichen "Sieg Heil“-Sager auf sich habe.

Schlechtes Timing
Die FPÖ wird der Auslieferung ihres Parteiobmanns zustimmen, um zu signalisieren, dass Strache "ja nichts zu verbergen“ habe. Dennoch kommen das Gutachten und die Auslieferung des FPÖ-Frontmanns just im Wiener Wahlkampf den FP-Strategen nicht gerade entgegen. Dafür ist die Freude im ORF umso größer, dass man vom "Gutachten recht bekommen“ habe. Die FPÖ will freilich weiter mit dem ORF streiten und wird nun ein eigenes Gutachten in der ORF-Skinhead-Causa erstellen lassen …

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