Wahlkampf in Türkei. In der Türkei tobt der Wahlkampf, und der türkische Präsident lässt es sich normalerweise nicht nehmen, in europäische Länder zu fahren, um Wahlwerbung zu machen. Doch in Österreich ist er nach dem von Kanzler Kurz ausgesprochenem Wahlkampf-Auftrittsverbot für ausländische Politiker abgeblitzt. Daher greift Erdogan jetzt zu neuen Mitteln: Er verschickt Wahl-Briefe an Austro-Türken, die oe24 vorliegen. In zahlreichen Briefkästen in Österreich fanden sich bereits diese Erdogan-Briefe.
"Ihr habt für die aktuelle Situation unseres Volkes aufopfernd gearbeitet", steht darin etwa an die Austro-Türken gerichtet. Er wirbt mit lobenden Worten für seine AKP-Partei. "Ich möchte mich herzlich für die Unterstützung unserer bis zu mittlerweile vier Generationen alten türkischen Bevölkerung bedanken", ist zu lesen.
Bei der Wahl gehe es um die Zukunft der Türkei, heißt es weiter. Die Wahl sei richtungsweisend und er ruft die Austro-Türken auf, zahlreich zur Wahl zu gehen. Der Wahl-Brief endet mit: "Bleibt gesund, Allah soll auf euch aufpassen."
Erdogan attackiert erneut Kurz: Europa soll Kanzler "in Ordnung bringen"
Inzwischen gibt es auch neue, heftige verbale Angriffe des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen Österreich. Diesmal richten sie sich persönlich gegen Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP): Europa, allen voran Deutschland, solle den Kanzler "in Ordnung bringen", forderte Erdogan Sonntagabend laut "Standard" (Online) im Zusammenhang mit der Schließung von Moscheen in Österreich.
Bei einer Wahlkampfrede in Istanbul wetterte Erdogan dem "Standard" zufolge im Hinblick auf die Moscheenschließung, hier zeigten sich Europas Feindlichkeit gegenüber dem Islam und Europas Rassismus. Dann sprach er Kurz direkt an: "Ich rufe Österreichs Kanzler zu: Du bist noch jung, du brauchst noch viel Erfahrung." Kurz sei noch in der Lehrzeit, erklärte der türkische Staatschef. Mit der Schließung der sieben Moscheen und dem Hinauswurf von Imamen könne ein "Krieg" zwischen Muslimen und Christen beginnen. "Du trägst dafür die Verantwortung."
Die Türken wählen am 24. Juni in vorgezogenen Wahlen einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament. In Österreich werden bis zu 100.000 Türken für eine Stimmabgabe erwartet.
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