"Toxische Wirkung"

Ex-Grüne Maurer: Frauenmorde sind "männliches" Problem

16.01.2019

Die Ex-Grüne Sigi Maurer meldet sich zu den Frauenmorden via Twitter zu Wort und prangert den Rassismus an. 

Zur Vollversion des Artikels
© APA/GEORG HOCHMUTH
Zur Vollversion des Artikels

Nach sechs Frauenmorden in fünf Wochen reagierte die Politik. Innenminister Kickl kündigte eine Screening-Gruppe an: "Die Morde an Frauen in den vergangenen Tagen und Wochen haben gezeigt, dass wir akuten Handlungsbedarf in diesem Bereich haben", sagte er am Dienstag. Auch die Frauensprecherin der Grünen Wien, Barbara Huemer, zeigt sich anlässlich der aktuellen Morde an Frauen tief betroffen und forderte Handlungsbedarf. Wiens Bürgermeister Ludwig forderte auf die Gewaltserie hin ein generelles Waffenverbot für ganz Wien. 

Nun meldete sich auch Ex-Grüne Sigi Maurer zu dem Thema. Via Twitter schreibt sie, dass die Frauenmord-Serie ein "männliches" Problem sei: "Das einende Merkmal bei Männern, die Frauen ermorden, ist, dass sie Männer sind. Das scheint für manche Kommentatoren so ein unvorstellbarer Umstand zu sein, dass sie sich die Gewalt mit Konstruktionen von Nationalität und Kultur zu erklären versuchen", schreibt sie.

 
Maurers Tweet trifft einen Nerv, denn er wird tausendmal geliked. Sie spricht aber nicht nur die Morde an, sondern auch Rassismus. "Das Patriarchat, das sind wir alle, und es wäre an der Zeit, dass jene Männer, die sich jetzt in rassistischen Thesen ergehen  hinterfragen, warum genau sie solch große Angst vor dieser Erkenntnis und der notwendigen Reflexion haben", schreibt sie weiter.
 
"Rassismus zu bedienen ist salonfähiger als das Herrschaftssystem Patriarchat zu hinterfragen. Auch das ist Teil seiner toxischen Wirkungen", heißt es in einem Folge-Tweet.
 
Unter ihrem Eintrag entstand eine große Diskussion.
 
 
 
 
 
Zur Vollversion des Artikels