Im Interview mit oe24.TV
Ex-ÖVP-Chef Busek spricht sich für kompletten Kurz-Rückzug aus
Im Gespräch mit Isabelle Daniel macht Busek klar, dass er einen vollständigen Rückzug von Sebastian Kurz aus allen politischen Ämtern für richtiger gehalten hätte. Auf die Frage, wie er den Wechsel von Kurz ins Parlament beurteile, sagte Busek: „Taktisch sehr geschickt, aber es hält nur eine kurze Zeit. In der ÖVP knistert es schon. Ein Landeshauptmann hat schon deutlich gesprochen. Wenn man merkt, dass es kriselt, geht man besser, bevor man diesen schmerzvollen Prozess in Stücke geschnitten zu werden, mitmacht.“
Ob Kurz sich hätte ganz zurückziehen sollen? Busek: „Ja, natürlich. Natürlich hatte er auch Hoffnungen zu überleben. Er muss aber auch an seine Zukunft denken. Je länger dieser Prozess dauert, desto schwieriger wird es.“ Busek zeigte sich zudem überzeugt, dass die ÖVP Kurz nicht mehr in eine etwaige Neuwahl schicken werde: „Also wenn ich das Knistern in der eigenen Partei höre, glaube ich nicht, dass sie ihn nochmals in die Wahl schicken.“
Busek kritisierte auch, dass Kurz‘ Nachfolger Alexander Schallenberg gesagt habe, er halte die Vorwürfe gegen Kurz für falsch. Busek: „Wenn er erklärt hätte, dass er loyal ist, wäre das gegangen. Aber Persilscheine auszustellen, kann nicht die Aufgabe des Kanzlers sein. Das war sicher ein Fehler und das ist schade, weil ich viel von ihm halte.“
oe24.TV: Alexander Schallenberg hat gesagt, er halte die Vorwürfe gegen Kurz für falsch.
BUSEK: Wenn er erklärt hätte, dass er loyal ist, wäre das gegangen. Aber Persilscheine auszustellen, kann nicht die Aufgabe des Kanzlers sein. Das war sicher ein Fehler und das ist schade, weil ich viel von ihm halte.
oe24.TV: Wie beurteilen Sie den Rückzug von Kurz?
BUSEK: Taktisch sehr geschickt, aber es hält nur eine kurze Zeit. In der ÖVP knistert es schon. Ein Landeshauptmann hat schon deutlich gesprochen. Wenn man merkt, dass es kriselt, geht man besser, bevor man diesen schmerzvollen Prozess in Stücke geschnitten zu werden, mitmacht.
oe24.TV: Hätte er sich also ganz zurückziehen sollen?
BUSEK: Ja, natürlich. Natürlich hatte er auch Hoffnungen zu überleben. Er muss aber auch an seine Zukunft denken. Je länger dieser Prozess dauert, desto schwieriger wird es.
oe24.TV: Viele sagen, Sebastian Kurz würde, selbst wenn er gewinnt, keinen Koalitionspartner finden.
Busek: Also, wenn ich das Knistern in der eigenen Partei höre, glaube ich nicht, dass sie ihn nochmals in die Wahl schicken.