Gegen Prölls Linie

Faymann will Ferrero als EU-Kommissarin

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Sollte Österreich das Landwirtschaftsressort bekommen, findet der Kanzler aber auch Molterer einen "guten Kandidaten".

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SPÖ-Bundeskanzler Werner Faymann präferiert Benita Ferrero-Waldner als österreichisches Mitglied auch der neuen EU-Kommission. Sie habe "unser Land aus meiner Sicht immer gut vertreten", so Faymann am Freitagabend in der "Zeit im Bild". Ein österreichischer Vorschlag für die EU-Kommission könnte in "zwei bis drei Wochen" stehen, schätzt man in seinem Büro. Die ÖVP reagierte spröde.

Agrarressort nicht abgelehnt
Dass EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso bei seinem Wien-Besuch das Agrar-Ressort angeboten, der Kanzler aber abgelehnt habe, wird von Faymanns Pressesprecherin dementiert: "Barroso hat noch mit niemandem über Ressorts geredet." Sollte Österreich aber das Agrar-Ressort erhalten, wäre der frühere Vizekanzler und ÖVP-Finanzminister Wilhelm Molterer "ein guter Kandidat".

Barroso will Namen vor Ressort
Barroso selbst hatte während seines Wien-Aufenthalts unterstrichen, dass er die österreichische Regierung am Zug sehe: Wenn er einen Namensvorschlag bekomme, werde er über das Portfolio entscheiden. Nominieren darf die ÖVP, so der Koalitionsdeal. ÖVP-Klubobmann Karlheinz Kopf zeigte sich in der "Zeit im Bild" wenig beeindruckt von Faymanns Vorliebe für Ferrero-Waldner: Diese sei eine "ausgewiesene Außenpolitikerin", aber ihr Ressort werde es eben künftig "in dieser Form nicht mehr geben".

Einer Umfrage zufolge sind die Österreicher mehrheitlich für eine Frau in Brüssel.