Causa BAWAG
Flöttl übergibt Zahlungslisten
Am Mittwoch wird es in der BAWAG-Causa spannend: Wolfgang Flöttl ist extra aus New York eingeflogen, um beim Staatsanwalt Belege abzugeben.
Im Parlament warteten die Abgeordneten im Bawag-Unterausschuss gestern vergeblich auf den Auftritt von Wolfgang Flöttl. Just als er sich entschuldigen ließ, landete Flöttl aus New York kommend in Wien doch statt ins Hohe Haus fuhr der Banker direkt zum Anwalt. Dort bereitete er sich auf seinen heutigen Auftritt vor.
Besuch beim Staatsanwalt
Heute hat der Mann, der 1,6 Bawag-Milliarden verspekulierte, einen Termin bei Staatsanwalt Georg Krakow. Er will dabei wie immer besonders kooperativ sein. Der Banker hat aus New York alle Zahlungsbelege für Überweisungen an Stiftungen rund um die Bawag mitgebracht. Sein Anwalt: Mein Klient wird vor allem die Zahlungslisten rund um den vieldiskutierten Verkauf seiner Bilder lückenlos offenlegen.
Wo ist das Geld?
Konkret erhält Krakow von Flöttl eine Aufstellung, an welche im Bawag-Umkreis angesiedelte Stiftungen wieviele Dollar aus Bilderverkäufen geflossen sind. Die Bawag erhielt aus diesem Titel 193 Millionen Dollar. Flöttl selbst dürfte aber an ihm vor allem von Helmut Elsner genannte Stiftungen mehr überwiesen haben.
Persönliche Bereicherung?
Der Staatsanwalt will jetzt genau wissen, an welche Stiftungen Flöttl wann wieviel überwiesen hat. Daraus soll für die Bawag-Anklage nachgewiesen werden, wer sich über welche Stiftung persönlich bereichert hat. Im Verdacht: Elsner, Politiker, Parteien.
Parlament
Auch die Abgeordneten im Parlament wollen Flöttl noch einmal vorladen, suchen aber noch einen Termin dafür.