Hofer streut Skepsis

FPÖ startet Petition gegen 'Impfzwang'

17.12.2020

FPÖ-Chef Hofer warnt vor zivilem Ungehorsam und Massendemonstrationen.

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Das Lieferdatum für die Corona-Imfpung in Österreich steht laut Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) noch nicht fest. Die Zulassung könnte am 21. Dezember erfolgen, er rechnet mit einer ersten Impfung jedenfalls noch in diesem Jahr. Skepsis gegen die Impfung streute am Donnerstag die FPÖ, die eine Online-Petition gegen einen "Impfzwang" startete.
 
Die ersten Impfungen gegen das Coronavirus könnten in Österreich bereits am 24. Dezember verabreicht werden, ließ die Bundesregierung wissen. Anschober erklärte dazu, es gebe ein Zeitfenster ab dem 23. Dezember und er gehe noch vom heurigen Jahr aus: "Aber wir haben noch keine definitive Entscheidung über den Lieferzeitraum." Alle seien um einen raschen Start bemüht. Zu Beginn gehe es um die Lieferung von rund 10.000 Impfdosen, die große Lieferung werde für Jänner erwartet.
 
Der Gesundheitsminister ließ auch noch offen, wer als erster geimpft wird und in welchem Bundesland dies passiert. Er appellierte jedenfalls, sich impfen zu lassen, denn die Impfung könne der "Game Changer" in der Pandemie sein. Man werde die Wirkung der Impfung breit diskutieren und darüber informieren: "Dann hoffe ich auf eine sehr starke Beteiligung."
 

Skepsis der FPÖ

Gegen einen direkten oder auch indirekten Impfzwang sprach sich FPÖ-Obmann Norbert Hofer abermals aus und präsentierte die eigene Online-Kampagne www.impfzwang.at. Es handle sich bei einer solchen Gesundheitsmaßnahme um eine höchst persönliche Entscheidung, betonte er. Zwar wolle er, Hofer, niemanden zu- oder abraten, sagte Hofer, streute aber gleichzeitig Skepsis, denn: "Normalerweise dauert es sehr, bis ein Impfstoff auf den Markt kommen kann."

 
Hofer findet es laut eigener Aussage sowohl falsch, "sich einen Aluhut aufzusetzen", als auch "blinde Wissenschaftsgläubigkeit an den Tag zu legen". Die Regierung warnte vor Konsequenzen, sollte diese den "schweren Fehler" begehen, Druck auf die Menschen ausüben und betonte, Österreich sei keine Diktatur. Sonst könnte es ein massives Ausmaß an zivilem Ungehorsam geben. Möglich seien auch Demonstrationen "in einem Ausmaß, wie wir es bisher in der Zweiten Republik noch nicht gesehen haben".
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