Asylheim-Streit

Gipfel mit Fekter und Darabos

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Ein Asylgipfel Ende dieser oder Anfang nächster Woche soll den Streit um Eberau endgültig beenden. Als Alternative gilt Kärnten.

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Der Streit ist – so scheint es – vergessen. Jetzt wird wieder verhandelt. Noch vor dem nächsten Ministerrat am Dienstag wollen Innenministerin Maria Fekter (ÖVP) und ihr SPÖ-Gegenüber Norbert Darabos einen Ausweg im Asylstreit finden. Man hat schon miteinander telefoniert, gestern waren die Büros der beiden dabei, einen Termin zu suchen.

Im Interview mit ÖSTERREICH sagt Darabos der ÖVP-Ministerin seine Unterstützung zu, allerdings stellt er Bedingungen: Wenn die Ministerin ihm die anderen neun Gemeinden nennt, die sich um das Asyllager beworben haben, und exakte Zahlen über Asylwerber und Länderquoten vorlegt, dann „werde ich der Ministerin aus dem Schlamassel heraushelfen“, so Darabos. Wie es der Kompromissvorschlag von Vizekanzler Pröll vorsieht, sollen die beiden Minister eine neue Liste von Standorten ausarbeiten.

Minister schließt Lager in Kaserne nicht aus
Erstmals zeigt sich der Minister dezidiert dazu bereit, aufgelassene Kasernen als Asyllager ins Auge zu fassen. Allerdings: Fekter sei letztlich für die Standortwahl verantwortlich – sie müsse mit den jeweiligen Bürgermeistern verhandeln. Außerdem pocht der Minister auf die SPÖ-Linie: In jedem Fall müsse es eine Volksbefragung geben.

Spekulationen über leere Kaserne in Wolfsberg
Wo das Lager stehen soll, will Darabos zwar nicht sagen, es kristallisiert sich aber heraus, dass ein Standort in Kärnten ins Auge gefasst werden soll: Sowohl Darabos als auch die ÖVP weisen darauf hin, dass Kärnten seine Asylquote nicht erfüllt. Tatsächlich liegt Kärnten 30 Prozent unter Plan. Und da in Wolfsberg eine Kaserne zum Verkauf steht, ist klar, dass sich Spekulationen darauf konzentrieren.

Fekter ist jedenfalls gesprächsbereit, wie ihr Sprecher gegenüber ÖSTERREICH betonte. Wenn es eine Alternative gebe, könne man vom Standort Eberau Abstand nehmen.