Richterin kann wechseln

Grasser-Prozess erst 2017

26.07.2016

Die Buwog-Anklage liegt auf dem Tisch, der Prozess dürfte aber erst 2017 starten.

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© TZOe Artner
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Die Richterin steht an sich fest: Nicole Rumpl bekam die mehr als 800 Seiten starke Buwog-Anklage auf den Tisch. Doch es ist noch nicht ganz sicher, ob die erfahrene Juristin den Fall verhandelt: Wird er nämlich in der Buwog-Causa mit anderen Verfahren zusammengelegt, könnte eine andere Richterin – Marion Hohenecker – zum Zug kommen, erfuhr ÖSTERREICH au dem Landesgericht.

Es wird ein Mammut-Verfahren: Neben Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser sind nicht nur die Lobbyisten Walter Meischberger und Peter Hochegger, sondern 13 weitere Personen angeklagt. Und: Noch 10 Tage läuft die Einspruchsfrist. Dass die Anklage beeinsprucht wird, gilt als fix. Somit wird sich der Start des Prozesses ganz sicher in das Jahr 2017 hineinziehen. Das wären dann acht Jahre nach dem Beginn der Ermittlungen gegen Grasser.

Staatsanwaltschaft will 
gleich 166 Zeugen laden

Die Staatsanwaltschaft will 166 Zeugen laden. Aussagen sollen u. a. der Industrielle Hannes Androsch, der frühere Bank-Austria-Chef Gerhard Randa, die früheren Immofinanz-Aufsichtsräte Guido Schmidt-Chiari, Erhard Schaschl usw.

Meischi: "Grasser im Visier rot-grüner Jäger"

Lobbyist Walter Meischberger wehrt sich im ORF-Radio gegen die Anklage.

■ Zur Anklage sagt er: „822 Seiten – für mich der Offenbarungseid, dass qualitativ nichts drinnen steht. Wenn eine Anklage nicht in 30, 50 oder 60 Seiten auf den Punkt gebracht werden kann, fehlt das schlagende Argument.“

■ Angriff: „Jedem Kind ist klar, dass hier das ausgemachte Ziel der rot-grünen Jäger die Symbolfigur der schwarz-blauen Regierung, Magister Karl-Heinz Grasser, ist.“

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