Grosz gesagt: Der kritische Blick

Grosz: "Nehammer als Klassenbester des Chaotenkabinetts"

Ab sofort kommentiert Polit-Blogger und oe24-Kolumnist Gerald Grosz für Sie die Polit-Woche in seiner bekannt charmanten Art.
Zur Vollversion des Artikels

Liebe User und Seher von oe24
Willkommen bei Grosz gesagt, dem überaus kritischen Blick auf die aktuellen Geschehnisse unserer Zeit. Kritisch, direkt, unabhängig und scharf wie Messer. Versprochen.

Da soll sich noch wer auskennen. In der von der Regierung betriebenen Olympiade des Wahnsinns und der Verrücktheit haben Kanzler Karl, der dritte Schmähhammer und sein Gesundheitsminister Mücke Mückstein diese Woche die ersten beiden Stockerlplätze eingenommen, sie sind die Klassenbesten des Chaotenkabinetts, vulgo Bundesregierung. Der Ungeimpften-Lockdown findet am kommenden Montag sein Ende, das 2-G-Regime bleibt hingegen aufrecht. Das heißt übersetzt, dass die Ungeimpften wieder ganz legal vor die Türe ihres Eigenheimes gehen aber sie spätestens vor der Auslagenscheibe eines Geschäftes wieder Halt machen dürfen. Mehr als eine Million Menschen wird daher weiterhin die Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben geraubt, dem Handel fehlt weiterhin ein Drittel seiner Kunden, die Wirtschaft stöhnt. Der Grund für diese Politik erschließt sich keinem Menschen mehr im Lande, zumindest nicht den vernünftigen.

Und selbst die restlichen wohlmeinenden Unterstützer dieser Bundesregierung, sprich die Landeshauptleute, greifen sich mittlerweile fassungslos angesichts der Wirrungen im Wasserkopf Wien auf den Schädel. Denn die Regierung ist laut Gesetz überhaupt nur dann ermächtigt, Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung zu ergreifen, wenn das Gesundheitssystem zu kollabieren droht. Bei 1.200 belegten Spitalsbetten von 60.000 überhaupt und 200 Intensivbetten von 6.000 kann von einer Überlastung keine Rede mehr sein. Das heißt, der Grund für Sperrstunden, Lockdowns und 2-G-Regeln ist rein fachlich nicht mehr vorhanden und die Regierung befindet sich selbst im Bereich des Illegalen. Auf die Frage, warum Nehammer und Mückstein ihre Schikanen gegenüber Ungeimpften aufrecht erhalten, bekommt man nur eine, wenngleich auch wie immer unlogische wie unbefriedigende Antwort: Man wolle eben die Menschen in die Spritze zwingen, da ist jedes Mittel recht. Man wolle also, dass trotz der Tatsache, dass der Impfstoff bei der Bekämpfung der Omikron Mutanten nur mehr suboptimal wirkt, weiterhin an der Nadelstrategie hängen bleiben. Und hier schreiten mittlerweile auch Mediziner und Virologen ein und verlassen ihre unterstützende Linie.

Die Impfpflicht wurde ja vorige Woche beschlossen. Und entgegen den Hoffnungen, dass sich mit dieser Drohkulisse zigtausende Menschen umgehend impfen lassen würden, war die Impfquote noch nie so schlecht wie diese Woche. Ja, die Menschen knicken eben nicht ein, kein Bürger fürchtet sich mehr vor Nehammer und Co.

Ganz im Gegenteil, man lacht mittlerweile lautstark. Erinnert doch das Ministerkabinett mittlerweile mehr ein ein großangelegtes Satireprojekt, als einer ernstzunehmenden Regierung. Wenn man selbst seine eigene Karikatur in Sachen Lächerlichkeit überholt, ist es zappenduster, Herr Kanzler. Das sei Ihnen ins Stammbuch geschrieben. Denn wenn Sie die Sozialpartner, die Experten, ja die Polizisten, eigentlich alle Menschen in diesem Land nicht mehr ernst nehmen, sollte man vielleicht seinen Sessel vom Kanzleramt in den Zirkus Roncalli hinübertragen. Überhaupt scheint die ÖVP aus ihrem Tief, was sage ich, aus ihrem Marianengraben nicht auferstehen zu wollen. Nun sind wieder einmal Chats aus dem innersten Zirkel der ÖVP aufgetaucht, wonach diese Regierungspartei seit Jahren brutalsten Postenschacher im Innenministerium betrieben haben soll.

Welch Zufall, war es doch der blaue Kickl, der unter heftigem Protest der Schwarz/Türkisen immer von einem St. Pöltener Deep State im Sicherheitsapparat der Republik berichtet hat. Ein anderer Postenschacher fand diese Woche auch ihr unrühmliches Ende. Frau Vizepräsidentin Marek, zweite Frau am Obersten Gerichtshof dürfte inmitten eines Postenschacherskandals innerhalb der Justiz stecken. Auch dies legen Chats der ÖVP-Spitzen nahe. Sie musste ihren Posten räumen, aber typisch österreichisch nur halb.

Also sie darf weiterhin Vizepräsident sein aber nicht mehr arbeiten. Sie ist also mit besten Bezügen die Frühstücksdirektorin unserer einst unabhängigen Justiz. Und da soll noch wer sagen, dass sich politische Anbiederung nicht lohnen würde. Österreich ist übrigens im internationalen Korruptionsranking um viele Plätze zurückgefallen. Noch ein paar Skandale und wir überholen die sizilianische Mafia. Die blickt ohnedies neiderfüllt nach Österreich.

Wie sagte Bundespräsident Van der Bellen einst noch „So sind wir nicht“. Nein, Herr Van der Bellen. „So sind wir tatsächlich nicht, so seid Ihr Politiker.“ Noricum, Lucona, BAWAG, Konsum, Arbeiterkammer, Länderbank, BUWOG, Hypo, Skylink, MAV-Cargo, Telekom, Hochegger, Grasser, Strasser, Mennsdorf Pouilly, Schaden, Blecha, Gratz – so seid Ihr. Und ihr beschämt seit Jahrzehnten das Land, nehmt aufrechte Staatsbürger in Geiselhaft Eurer Korruption. Es wäre eben Zeit für Sauberkeit. Schauen wir, ob wir es noch erleben. In diesem Sinne wünsche ich noch eine schöne Woche, bleibt sauber, aber vor allem bleibt mir treu, wenn es nächste Woche wieder heißt: Grosz gesagt.