Polit-Sensation

Haiders Tochter tritt bei EU-Wahl an

25.02.2014

Ulrike Haider soll BZÖ reanimieren. Sie will mindestens ein Mandat holen.

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© TZ ÖSTERREICH
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Knalleffekt im bisher so müden EU-Wahlkampf: Jörg Haiders Tochter Ulrike gibt heute ihre Kandidatur bekannt. Die 37-jährige Doppeldoktorin wird für das BZÖ antreten, das ihr Vater gegründet hat.

Ihre Kandidatur kommt nur auf den ersten Blick überraschend. Bereits bei der EU-Wahl 2009 sollte sie als Spitzenkandidatin für das BZÖ antreten, überlegte es sich aber im letzten Moment. In der Nacht vor ihrer Präsentation, als schon alles vorbereitet war, hatte sie – erst nach 23 Uhr – hingeschmissen.

Mit italienischem Politologen verheiratet
DDr. Haider-Quercia, sie studierte Jus in Paris und Politikwissenschaft in Catania und ist mit dem rechtsgerichteten italienischen Politologen Paolo Quercia verheiratet, galt immer als die Sensiblere der Haider-Töchter Ulrike und Cornelia.

Obwohl sie ihrem Vater besonders nahestand, soll sie unter dem Namen Haider beruflich gelitten haben. Als Juristin konnte sie anfangs schwer Fuß fassen.
Bei der EU-Wahl am 25. Mai wird ihr der Name wohl eher nützen. „Politik liegt mir im Blut“, vertraute sie einem Online-Portal an. Das Hypo-Desaster, ist sie sicher, werde ihr nicht schaden. Sie wolle ihm Wahlkampf einiges klarstellen.

Ulrike Haider ist überzeugt, für das am Boden liegende BZÖ ins Europaparlament einziehen zu können. Für HC Strache ist die Kandidatur ein Schlag in die Magengrube. Sie könnte der FPÖ Platz eins kosten.

(kali)


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