Casinos-Affäre und Spesen-Causa
Ibiza - was Strache noch blüht
Mit dem gestrigen Urteil ist die Ibiza-Causa für Strache keinesfalls ausgestanden.
Wien. Gut, in der eigentlichen Ibiza-Causa – also dem Vorwurf, dass die FPÖ über parteinahe vereine quasi Spenden wäscht – hat die Korruptionsstaatsanwaltschaft WKStA die Ermittlungen eingestellt. Doch dem ehemaligen FPÖ-Chef und Vizekanzler droht trotzdem Ungemach: Es sind gleich mehrere Causen, in denen ermittelt wird.
- Casinos-Causa. Kern der Ermittlungen der WKStA ist die Bestellung des FPÖ-Manns Peter Sidlo zum Casinos-Finanzchef und angebliche Absprachen im Hintergrund. Es besteht der Verdacht, ein Glücksspielkonzern habe sich für die Bestellung Sidlos eingesetzt, weil im Gegenzug die FPÖ ein Entgegenkommen bei der Vergabe von Lizenzen versprochen habe. Die WKStA vermutet zudem einen Deal der türkis-blauen Regierung mit einem „Pokerkönig“, für den sich Strache eingesetzt haben soll. Der bestreitet alles.
- Spesen. Ein ehemaliger Bodyguard sowie seine Ex-Assistentin belasten Strache in den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Wien: In der Causa geht es um den Vorwurf, Strache habe private Ausgaben der Partei verrechnet und dabei auch Rechnungen „umwandeln“ lassen. In dem Strafakt, aus dem ÖSTERREICH bereits zitiert hatte, finden sich Swimmingpool-Reparaturen, „500-€-Gucci“-Rechnungen, Strafzettel – ja sogar Friedhofsgärtner-Belege. Auch hier bestreitet Strache die Vorwürfe, es sei alles korrekt abgerechnet worden. Für Strache gilt in beiden Fällen die Unschuldsvermutung.