Strache gibt zu

"Ja, ich habe Cannabis probiert!"

© Christian Müller

Blaue Ausflüchte: FPÖ-Chef Strache will zwar in seiner Jugend an einer Cannabis-Zigarette gezogen, aber keineswegs inhaliert haben.

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Die „Jugendtorheiten“ von Heinz-Christian Strache erstrecken sich offenbar nicht nur auf wehrsportähnliche Übungen in Wäldern, wie am späten Mittwochabend bei der Wahl-Jugendsendung des ORF enthüllt wurde.

Ausrede wie Clinton
Auf die Frage, ob er schon einmal Drogen genommen habe, antwortete der FPÖ-Chef: „Ich habe einmal probiert. Das war damals ein Zug aus einer Cannabis-Zigarette“. Allerdings habe er nur „gepafft“, nicht inhaliert, behauptete er. Damit wählte Strache exakt jene Ausrede, die einst schon der frühere US-Präsident Bill Clinton verwendet hatte, als ihm Cannabis-Konsum unterstellt wurde. Im Gegensatz zum blauen „Law & Order“-Politiker hatte Clinton später jedoch für eine Entkriminalisierung der Droge plädiert.

Schamhaar-Test
Aufregung um den angeblichen Drogenkonsum Straches gab es schon 2005. Nach Vorwürfen von politischen Gegnern sah sich der FPÖ-Chef sogar genötigt, das negative Ergebnis eines Schamhaar-Tests zu veröffentlichen.

Kiffer-Arnie
Auch der Gouverneur von Kalifornien, Arnold Schwarzenegger, gab zu, in den Siebzigern Joints geraucht zu haben. Marihuana sei keine Droge, sondern "ein Blatt", sagte er im Herbst 2007.