Nach den Verschärfungen

Jugend tobt über neue Partyregeln

© gettyimages/Symbolbild
PCR-Testpflicht oder Impfung für Eintritt in Discos – das gilt ab 22. Juli.
Zur Vollversion des Artikels

Wien. Ab 22. Juli dürfen nur noch Geimpfte oder PCR-Getestete in die heimischen Klubs und Discos. ­Diese Verschärfung kommt bei den Jungen gar nicht gut an: In den sozialen Medien melden sie sich mit Protesten zu Wort: „Lächerlich“, findet das Ganze ein junger Mann auf Facebook, von ­einer „Diktatur“ spricht ein Twitter-Nutzer. Der allgemeine Tenor ist Unverständnis. So lange hatte man Lockdowns durchgestanden, jetzt nehme die Politik wieder die neu gewonnenen Freiheiten der Jugend zurück.

Höchste Inzidenz unter 30, zu wenige geimpft

Inzidenz. Dabei sind die Maßnahmen, die die ­Delta-Welle bremsen und die Jungen zum Impfen bewegen sollen, bitter nötig: Denn die Inzidenz bei den 15- bis 24-Jährigen ist mit 51,5 knapp drei Mal so hoch wie im Durchschnitt. Menschen unter 30 sind schon jetzt für den Großteil aller Neuinfektionen verantwortlich.

Impfung. Zusätzlich hinkt man beim Impffortschritt der jungen Generation hinterher. Nicht einmal die Hälfte aller unter 24-Jährigen hat einen Erststich gegen das Corona­virus erhalten.

Insgesamt haben überhaupt nur 52.774 Menschen vergangene Woche ihre erste Teilimpfung erhalten. Im Juni waren es noch 70.000 am Tag.

Appell. Daher rufen nun auch die Jugendorganisationen von ÖVP, SPÖ, Neos und Grünen über die Parteigrenzen hinweg zum Impfen auf. Damit sollen unter 35-Jährige zum Stich motiviert werden.