Neue Umfrage

Kurz legt nach Abschiebe-Diskussion zu, Ludwig mit Minus

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Spannende Wende in der ­Research-Affairs-Umfrage (1.000 Befragte, 17.–19. 8.).
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Umfrage. Die vergangene Politwoche hat nicht nur bei der Sonntagsfrage einige Verschiebungen mit sich gebracht, sondern insbesondere im Politbarometer.

Kanzler profitiert

Bundeskanzler Sebastian Kurz profitiert scheinbar von der harten Linie seiner ÖVP in der Abschiebe-Frage und legt erstmals seit zwei Wochen im Politbarometer wieder zu.

Er kommt jetzt auf einen Saldo (Differenz aus positiver und negativer Bewertung) von 31 % (+2 %).

Die Verfolger des Kanzlers müssen hingegen ­allesamt ein Minus ein­stecken

Bundespräsident Alexander Van der Bellen verliert nach seinem Rüffel für Innenminister Karl Nehammer zwei Prozentpunkte und rutscht auf 17 % Saldo ab.

Am stärksten trifft die Diskussion um ­afghanische Flüchtlinge den Wiener Bürgermeister Michael Ludwig, der die Aufnahme von Afghanen in Österreich gefordert hatte. Er rutscht innerhalb einer Woche gleich um fünf Prozent ab und kommt nun auf einen Barometerwert von 12 %.

Verlierer der Woche

Dritter Verlierer der Woche ist Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein, der wegen „Tschick-Gate“ und Impfbremse vier Prozent gegenüber der Vorwoche verliert und damit jetzt bei 9 % Saldo liegt.
Asylpolitik. Beim Abschiebe-Thema steht die Mehrheit jedenfalls hinter dem harten Kurs der ÖVP: 69 % sind dafür, Straftäter weiterhin nach Afghanistan abzuschieben.

56 % glauben, dass Abschiebungen nach Afghanistan trotz der Machtübernahme der Taliban weiterhin möglich sind.

Die glaubwürdigste Politik beim Thema Asyl ver­orten die Befragten übrigens bei der FPÖ (35 %). Auf Platz 2 dahinter folgt die ÖVP mit 29 %, die SPÖ liegt mit 15 % abgeschlagen an dritter Stelle. Das Schusslicht bilden die Neos (9 %) noch vor den Grünen (12 %).

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