Gruppe könnte in 10 Tagen in Spielfeld sein

Migranten-Zustrom: Die ersten sind bereits in Mazedonien

06.03.2020

So dicht, wie die Griechen erklären, dürfte ihr Grenzzaun nicht sein: oe24 wurde ein Foto zugemailt, das die erste Migranten-Gruppe schon in Mazedonien zeigt. Wie viele werden noch durchkommen?

Zur Vollversion des Artikels
Zur Vollversion des Artikels

An dem Abend, an dem Österreichs Kanzler Sebastian Kurz noch in einem Interview vor "Zuständen wie 2015" warnte, erhielt oe24.at ein interessantes Foto zugespielt: Es stammt von Mitarbeitern eines Nachrichtendienstes, die auf einem Stadtplatz in Mazedonien am Donnerstag einen Teil einer 1.000 Personen großen Migranten-Gruppe fotografiert haben.

Afghanen und Syrer in Mazedonien

Die Afghanen und Syrer seien jetzt im Chaos am griechisch-türkischen Grenzzaun durchgesickert - und niemand weiß, wie vielen Migranten das noch in der Nacht und an weniger gut bewachten Stellen gelungen ist. Faktum laut der Augenzeugen: "Es sind nur Männer und junge Burschen in dieser ersten Gruppe."

In etwa zehn Tagen könnte diese erste Gruppe bereits an der österreichischen Grenze in Spielfeld eintreffen, falls sie weder von den serbischen noch von den kroatischen Grenzpolizisten gestoppt werden können.

"Kein großer Schwall, sondern Gruppen"

Diese Kalkulation der Nachrichtendienstexperten deckt sich auch mit den Planungen des Bundesheers: oe24-Informanten im Verteidigungsministerium meinen, dass die Spitze der neuen Asylwelle "gegen Ende der kommenden Woche" an der österreichischen Grenze auftauchen könnte. Zitat: "Wir werden darauf vorbereitet sein, wir haben aus 2015 gelernt."

Allerdings: Im Innenministerium geht man davon aus, dass die Migranten heuer "immer nur in größeren Gruppen, aber nicht in einem gewaltigen Schwall" an der Staatsgrenze auftauchen werden. Die Experten der Exekutive erstellen derzeit dreimal täglich ein Lagebild und haben Informanten in Griechenland, Mazedonien, Bosnien, Serbien und Kroatien.

Zur Vollversion des Artikels