Zuwanderung nötig

Österreich wird zum Altersheim

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Österreich schaut ziemlich alt aus: 2050 werden bei uns zwar zehn Millionen Menschen leben – aber fast ein Drittel über 65 Jahre alt sein.

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Österreichs Bevölkerung wird immer älter. Bis 2050 vermehre wir uns sich zwar auf 9,5 Millionen, aber vorwiegend durch Zuwanderung und nicht durch mehr Geburten. Das amtlich und steht im „5. Österreichischer Familienbericht. 1999 - 2009“, den VP-Staatssekretärin Christine Marek am Montag in der Orangerie im Schloss Schönbrunn präsentierte. Und das sind sie,. die Megatrends der nächsten Jahre:

Menschen immer älter
1951 waren zehn Prozent der Österreicher über 65 Jahre alt. Bis 2007 stieg der Anteil auf 17 Prozent. 2050 werden 28 Prozent der Österreicher über 65 Jahre alt sein. Und die Lebenserwartung nimmt rasant zu: In 40 Jahren werden Frauen im Durchschnitt 90 Jahre alt, Männer 86 Jahre. So positiv es ist, dass wir länger leben, so schwierig wird diese Entwicklung für die bestehenden Gesundheits- und Pensionssysteme.

Immer weniger Junge
Dem gegenüber sinkt der Anteil der Kinder und Jugendlichen: 1951 war ein gutes Drittel (29 Prozent) unter 20 Jahre alt, bis 2050 sind es nur noch 18 %.

Zuwanderung nötig
Auch wenn die Geburtenrate steigt, ist diese Entwicklung nicht mehr wettzumachen. Der Anteil der erwerbstätigen Bevölkerung (im Alter von 20 bis 64 Jahren) von 61 Prozent wird auch nur dann zu halten sein, wenn die Zuwanderungszahlen konstant bleiben. „Ohne Zuwanderung gebe es in Österreich bereits ab 2015 Bevölkerungsverluste. 2050 wäre die Bevölkerung bereits um eine Million kleiner als heute“, so Bevölkerungsexperte Rainer Münz. Pro Jahr sollte es eine Netto-Zuwanderung von 25.000 Personen geben. Ab 2030 sollte sie bei 35.000 liegen.

Familien immer kleiner
Insgesamt nimmt die Zahl der Familien bis 2050 von 2,3 Millionen auf 2,6 Millionen zu. Doch: Immer mehr sind kinderlos, die Zahl der Familien mit Kindern nimmt im Gegenzug von derzeit 40 Prozent auf rund 30 Prozent ab.

Mütter immer älter
Der Grund für weniger Nachwuchs ist das immer höhere Alter der Frauen, wenn sie zum ersten Mal Mutter werden. In Österreich liegt es derzeit bei 28 Jahren. Wenn man in diesem Alter erst Mutter wird, läuft den Frauen die Zeit davon und sie können nicht mehr so viele Kinder bekommen. Doch die Idealfamilie ist für die meisten Österreicher (60 Prozent) ohnehin die mit zwei Kindern. Zum Vergleich: In der Türkei bekommen die Frauen mit 23 ihr erstes Baby.

Marek will angesichts dieser Zahlen auf die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf setzen. Sie wolle den Menschen „Mut zum Kind machen“ machen, indem der Ausbau von Kinderbetreuungsstätten vorangetrieben werde., versicherte sie. Aber: Das Familienressort muss allein im nächsten Jahr 235 Millionen Euro einsparen. Was genau den Familien blüht, darüber hüllt sich doe VP-Politikerin in Schweigen.