Rennen um Top-Job

Nächste Kandidatin fix! Eva Schütz will ORF-Chefin werden

26.05.2026

Das Rennen um den Generaldirektor-Posten im ORF wird immer heißer. Jetzt kandidiert auch Exxpress-Herausgeberin Eva Schütz für das Amt beim Rundfunk.

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Der Kampf um den ORF-Chefposten ist endgültig eröffnet. Neben APA-CEO Clemens Pig, der weiterhin als Favorit gilt und der sich dem Vernehmen nach im Lauf der Woche bewerben wird, bewirbt sich auch ORF-Magazin-Chefin Lisa Totzauer sowie Ex-Puls4-Chef Markus Breitenecker – und jetzt auch Exxpress-Herausgeberin Eva Schütz. Mit ihrer umfassenden Reformagenda unter dem Titel „ORF 2030“ möchte sie den öffentlich-rechtlichen Rundfunk neu ausrichten. 

„Der ORF ist eine der wichtigsten demokratischen Institutionen unseres Landes. Gerade in unruhigen Zeiten braucht es einen öffentlich-rechtlichen Rundfunk, der unabhängig, wirtschaftlich solide, technologisch modern und zugleich nahe an den Gebührenzahlern bleibt“, erklärt Schütz. Sie stellt klar, dass das Medienhaus seine Größe und die öffentliche Finanzierung in Zukunft stärker rechtfertigen muss, indem täglich gezeigt wird, dass der Sender tatsächlich gebraucht wird. Ihre Kandidatur sieht sie als vollkommen unabhängig an. Schütz betont: „Ich bin keine Kandidatin der Bundesregierung oder der Koalition, ich bin keine Kandidatin von Freundeskreisen oder einzelner Gremien. Ich bin die Kandidatin der Zuseherinnen und Zuseher und der Gebührenzahler.“

Kampf den alten Privilegien

Das Konzept für einen sauberen Rundfunk verbindet Schütz mit einer echten Unabhängigkeit der Gremien. Sie fordert einen verkleinerten Stiftungsrat, in dem keine Regierungs- und Parteivertreter mehr sitzen. Zudem sollen Privilegien im Haus abgebaut werden. Das bedeutet konkret die Reduzierung von Sonderverträgen, Sonderzulagen und intransparenten Zusatzleistungen. Spitzengehälter sollen künftig begrenzt und nachvollziehbar gestaltet werden. Einen wirtschaftlich geführten ORF knüpft Schütz an einen fairen Wettbewerb am Medienstandort Österreich. Öffentliche Mittel sollen nach klaren Kriterien auch privaten Medien offenstehen, wenn diese einen öffentlich-rechtlichen Auftrag erfüllen.

Fokus auf heimische Produktionen

Den „ORF für die Gebührenzahler“ will Schütz durch einen klaren Österreich-Bezug im Programm stärken. Heimische Produktionen, Kultur, Sport und regionale Nähe stehen im Fokus, um den Sender als verbindende Kraft der Republik zu positionieren. Die Exxpress-Herausgeberin verweist auf ihre Erfahrung in Medien, Wirtschaft, Recht und Politik. Nach dem Jus-Studium erwarb sie einen Bachelor an der Southern Methodist University in Dallas. Sie arbeitete als Rechtsanwältin, in Beratungshäusern und hielt Aufsichtsratsfunktionen bei der Volksbank Wien sowie im ÖBB-Konzern. Zudem war sie stellvertretende Kabinettschefin in drei Ministerien. Durch den Aufbau von Exxpress bringe sie unternehmerische Erfahrung im kompetitiven digitalen Umfeld mit. Alle Reformen sollen rechtlich, budgetär und sozialpartnerschaftlich sauber umgesetzt werden. „Der ORF braucht keine ideologischen Grabenkämpfe, sondern professionelle Führung, wirtschaftliche Disziplin und den Mut zur Modernisierung“, so Schütz abschließend.