Rücktritt
Sexuelle Belästigung? Das sagt Weißmanns Anwalt
09.03.2026ORF-Chef Roland Weißmann ist zurückgetreten. Er bestreitet gegen ihn erhobene Vorwürfe.
ORF-Generaldirektor Roland Weißmann ist zurückgetreten. Gegen den 57-Jährigen wurde der Vorwurf der sexuellen Belästigung erhoben. Weißmann selbst bestreitet das.
Sein Anwalt, Oliver Scherbaum, erklärte dazu: „Mein Mandant wurde vom Stiftungsrat darüber in Kenntnis gesetzt, dass ihm von einer Mitarbeiterin unangemessenes Verhalten zu Beginn seiner Amtszeit als Generaldirektor (2022) vorgeworfen wird. Ihm wurde seitens des Stiftungsrates eine Frist von wenigen Tagen eingeräumt, um seinen Rücktritt zu erklären, obwohl mein Mandant die Vorwürfe bestritten hat und eine inhaltliche Überprüfung der Vorwürfe nicht erfolgte."
Weißmann-Anwalt ortet "überschießende Reaktion"
Weißmann, so sein Anwalt, würde bis heute nicht der "genaue vorgebrachte Sachverhalt" vorliegen. Er sei dennoch zu "weitreichenden Zugeständnissen" bereit gewesen und zurückgetreten, "um Schaden vom Unternehmen abzuwenden".
Und: "Die mediale Verbreitung der nicht aufgeklärten Vorwürfe kann nur als überschießende Reaktion interpretiert werden, obwohl mittlerweile sogar eine Einigung mit der betreffenden Mitarbeiterin gefunden wurde."
Anwalt droht mit "rechtlichen Konsequenzen"
Scherbaum droht bereits mit "rechtlichen Konsequenzen", da die "Wiedergabe der Vorwürfe durch Dritte" die Persönlichkeitsrechte Weißmanns "massiv" verletzen würde.
Außerdem sei es bezeichnend, dass "dieser Vorgang (...) wenige Monate vor der bevorstehenden Generaldirektorwahl im ORF" geschehe.