Parteien
Eine Woche vor Parteitag: SPÖ stürzt mit Babler auf 16 % ab
26.02.2026Am 7. März stellt sich Andreas Babler in der Wiener Messe dem SPÖ-Parteitag. Mit im Gepäck hat er die schlechtesten Umfragewerte der SPÖ aller Zeiten.
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Am Mittwoch feierte Andreas Babler seinen 53. Geburtstag - und dann das: Etwas mehr als eine Woche vor dem entscheidenden Parteitag mit dem SPÖ-Vorsitzenden als einzigen Kandidaten stürzt die SPÖ auf ihren schlechtesten Umfragewert aller Zeiten ab. In der aktuellen oe24-Umfrage (2.000 Befragte vom 16. bis 24. 2., max Schwankung 2,2 %) kommt die Partei nur noch auf 16 %. Das sind mehr als 5 Prozentpunkte weniger als bei der Nationalratswahl 2024.
Doch kommen wir zuerst zur Spitze. Dort steht nach wie vor die FPÖ. Sie verliert zwar einen Prozentpunkt - mit 36 % liegt die Partei von Herbert Kickl aber mehr als deutlich an der ersten Stelle. Und klar über dem Wahlergebnis vom September 2024, damals war Kickl knapp unter 29 % gelegen.
Die Verfolger hingegen schwächeln - auch wenn sie zulegen. Zweitstärkste Partei ist die ÖVP, die Kanzlerpartei kommt allerdings nur auf 22 %. Gut, vor einer Woche waren es noch 20 % gewesen - von Platz 1 trennen Christian Stockers Schwarze allerdings weiterhin 14 Prozentpunkte, das sind in der Politik Welten.
Doch das eigentliche Sorgenkind der Ampel sind die Sozialdemokraten. Zwar ist nach dem Rückzieher von Ex-Kanzler Christian Kern die Führungsdebatte verstummt. Doch das Resultat war keineswegs eine Erholung, im Gegenteil rutschte man in Umfrageniederungen ab, die man nicht für möglich gehalten hatte: 16 % sind der schlechteste Umfragewert in der oe24-Umfrage. Damit unterfliegen die Roten den bisherigen Negativrekord von 17 % erstmals. Dabei hatte man schon bei der Wahl 2023 mit 21,14 % ein historisch schlechtes Wahlergebnis eingefahren. Für Babler ist das wenige Tage vor dem Wahlparteitag eine Hiobsbotschaft. Zwar ist der Traiskirchner beim Parteitag der einzige Kandidat, er muss jetzt aber auf ein Comeback der einst so gut funktionierenden Parteidisziplin hoffen. Benehmen sich die Genossinnen und Genossen aber so wie in den letzten Jahren, dann droht Babler ein mieses Wahlergebnis.
Auch für die NEOS sah die Welt schon pinker aus. Gut, 9 % (+1) entsprechen dem letzten Wahlergebnis, die Grünen sind mit 10 % (+1) aber ein bisschen besser.
Mehrheit wäre wieder da
Immerhin: Das Plus von ÖVP und den NEOS sowie die Tatsache, dass die Kommunisten bei einer Neuwahl mit 3 % nicht in den Nationalrat einziehen könnten, würde der Ampel erstmals seit Wochen eine Mehrheit bescheren. Die fiele allerdings mit 92 Mandaten denkbar gering aus...