Parteien

Jetzt zieht Kickl auch in der Kanzlerfrage davon

23.04.2026

Dass die FPÖ derzeit Nationalratswahlen gewinnen würde, ist schon seit Längerem klar. Neu ist, dass Parteichef Herbert Kickl sich zum blauen Zugpferd entwickelt hat.

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© APA/MANFRED FESL
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Herbert Kickl gilt nicht eben als leutselig, Interviews gibt der FPÖ-Obmann eher selten. Und doch hat er sich zum Zugpferd gemausert, wie die brandaktuelle Kanzlerfrage der Lazarsfeld Gesellschaft für oe24 zeigt (2.000 Befragte 13. bis 21. 4., max. Schwankung 2,2 %).

 

Mit 34 % bei den Rohdaten erreicht der Kärntner seinen Höchststand. Mehr als ein Drittel der Wählerinnen und Wähler würden Kickl auf jenen Kanzlersessel hieven, den er Anfang 2025 noch ausgeschlagen hatte.

Rechnet man dies hoch, dann käme Kickl bei der fiktiven Kanzlerwahl sogar auf 45 %. Zum Vergleich: Bei der Sonntagsfrage kommen die Blauen derzeit auf 37 %, Kickl liegt also als einziger Parteichef deutlich über dem Wert seiner Partei.

Aktuell würden nur 14 % Amtsinhaber Christian Stocker und gar nur 7 % SPÖ-Chef Babler ins Kanzleramt wählen.

 

Und die Parteien? Die FPÖ kommt aktuell eben auf 37 %, die ÖVP erholt sich ein bisschen auf 21 %. Nachlassen müssen die Grünen (10 %) – SPÖ und NEOS stagnieren bei 18 bzw. bei 7 %.