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ORF: Staatsanwalt ermittelt nun gegen Frau

28.04.2026

Weißmann-Anklägerin bestätigt oe24 Ermittlungsverfahren gegen sich. 

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© APA / Getty Images (oe24 Montage)
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Verfahren. Ex-ORF-Chef Roland Weißmann – er wurde vom ORF gekündigt – hatte Strafanzeige gegen die ORF-Mitarbeiterin, die ihn der sexuellen Belästigung bezichtigte und deren Anwalt bei der Staatsanwaltschaft Wien eingereicht.

Montagabend erhielt die 35-Jährige nun die Benachrichtigung, dass ein Ermittlungsverfahren gegen sie eingeleitet wurde, bestätigt sie oe24 offiziell.

In Anwaltskreisen wurde die Anzeige als Slap-Klage – also „Einschüchterung“ – gewertet. Wie auch immer. Die Staatsanwältin muss nun prüfen, ob es eine mutmaßliche „Erpressung“ – so der Vorwurf von Weißmann und dessen Anwalt – seitens der Frau und ihres Anwalts in den Tagen vor dem Rücktritt von Weißmann am 8. März gegeben habe.

Der Vorwurf: Der Anwalt habe den Rücktritt des damaligen ORF-Generals gefordert oder die Vorwürfe der Belästigung würden publik.

Die umfangreiche Anzeige bezieht sich aber auch gegen „unbekannte Täter“. Gemeint sind offenbar vor allem Ex-ORF-General Alexander Wrabetz und ORF-Manager Pius Strobl wegen der „freiwilligen Pensionszusicherung“.

ORF-Causa weitet sich immer mehr aus

Vorwürfe. Der Weißmann-Sachverhaltsdarstellung ist auch eine Beilage der Anwaltskanzlei Talos – diese hatte für Weißmann 2022 die Strobl-Causa geprüft – beigelegt, die offenbar Vorwürfe der Untreue beinhaltet. Genau jene Kanzlei, die Weißmann nun in der Compliance geprüft hatte.