Politik-Insider

ORF zittert vor MeToo-Welle

14.03.2026

Mehrere prominente ORF-Fälle könnten jetzt wieder hochkommen. Neue Vorwürfe werden erwartet.

Zur Vollversion des Artikels
© APA/HELMUT FOHRINGER
Zur Vollversion des Artikels

Es habe etliche Fälle gegeben, die intern abgehandelt worden seien – ohne laute Schlagzeilen und mit Konsequenzen, heißt es seitens des ORF. Aber: Es gab auch mehrere prominente Fälle, die der sexuellen Belästigung und Mobbings beschuldigt wurden und wo es interne Vergleiche mit Geldsummen oder einfach nur Versetzungen gab. In mindestens einem Fall wurde am Ende sogar die Frau gekündigt – obwohl ihr Vorgesetzter die Vorwürfe sogar zugab.  

Weitere Fälle "sehr wahrscheinlich"

Und jetzt? Jetzt muss die Gleichbehandlungsstelle des ORF gemeinsam mit der neuen interimistischen ORF-Chefin Ingrid Thurnher sich auf "mehrere weitere Fälle einstellen", berichten ORF-Insider. Nachdem sich "eine getraut habe, und Roland Weißmann gehen musste, dürften sich weitere trauen". Tatsächlich lief auch die MeToo-Affäre in den USA so ab.   

Auch in einer Whistleblower-Stelle könne man sich wenden. Der Haken bislang: Die Gleichbehandlungsstelle habe dies stets dem Generaldirektor weitermelden müssen. Das war bis vor kurzem eben Roland Weißmann, der eben wegen solcher Vorwürfen zurücktreten musste. Vorwürfe, die er dementiert.