Extra komfortabel

Regierung liebt Luxus-Autos

© TZ Oesterreich FALLY Gerhard

Fast alle Politiker fahren Luxus Autos mit einem Fernseher im Auto

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Auf der Straße lassen es die Politiker so richtig krachen: Die Regierungsfahrzeuge gehören fast alle zur Luxusklasse – auch die Ausstattung kann sich sehen lassen.

Alu-Räder um 1.020 Euro, ein TV-Gerät um 910 Euro und eine automatische Gepäckraum-Klappe um 300 Euro. Unsere Minister geben es nicht immer billig, wenn es um Dienstautos geht.

Allen Spar-Appellen zum Trotz gelten bei den Autos offenbar andere Gesetze. BZÖ-Mandatar Gerald Grosz befragte die Regierungsmitglieder nach Kosten und Ausstattung ihrer Dienstautos – und deckte gar Erstaunliches auf:

  • Teures Finanzressort. Ausgerechnet im Finanzministerium fahren Minister Pröll (ÖVP) und seine Staatssekretäre relativ teure Autos: Samt Sonderausstattung (siehe Bild) kommt der Audi A8 Prölls auf knapp 57.500 Euro, SPÖ-Finanzstaatssekretär Andreas Schieder orderte gleich eine Sonderausstattung um 9.480 Euro – was den Preis auf knapp 65.000 Euro hinauftreibt. Nur Staatssekretär Reinhold Lopatka ist etwas billiger – sein Auto ist fünf Jahre alt.
  • Kanzler mit 2 Dienstautos. Bundeskanzler Werner Faymann fährt zwar einen günstigen Erdgas-Mercedes, wenn er quasi festlich vorfahren muss.

Ansonsten sind Kanzler samt Mitarbeiter mit einem Mercedes-Van unterwegs, der wie ein Konferenzzimmer bestuhlt ist. Die monatliche Leasingrate liegt bei immerhin 941 € – und auch über ein TV-Gerät verfügen beide Autos. Allerdings: Faymanns Staatssekretär Josef Ostermayer ist meistens mit an Bord und verzichtet so auf ein eigenes Dienstauto.

  • Fekter mit Blaulicht. Heraus sticht Innenministerin Maria Fekter (ÖVP): Ihr Audi hat Sonderzubehör um insgesamt rund 20.000 Euro – ein TV-Gerät ist mit dabei. Aber auch ein Blaulicht um satte 2.400 Euro.
  • Günstiger Berlakovich. Relativ günstig fahren Umweltminister Niki Berlakovich und Staatssekretärin Christine Marek, also zwei ÖVP-Politiker.

BZÖ-Mann Grosz – einst selbst Ministersekretär bei Herbert Haupt (der seinen Dienstwagen sogar einmal in Schrott verwandelt hatte) – kommentiert die Autolust der Minister folgendermaßen: „Offenbar sollen durch lange und luxuriöse Autos Defizite überdeckt werden.“