Krieg
Iran: So will Außenministerium jetzt Österreicher evakuieren
02.03.2026Das Außenministerium erhebt derzeit, welche Österreicherinnen und Österreicher aus dem Krisengebiet ausreisen wollen. 70 Personen konnten bereits evakuiert werden.
Rund 17.700 Österreicherinnen und Österreicher sind aktuell im Krisengebiet. Davon sind 2.600 Reisende, rund 1.700 sind allein in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Außenministerium arbeitet auf Hochtouren, um denen, die ausreisen wollen, das auch zu ermöglichen.
Einen Überblick, sofern überhaupt möglich, gab es am Montagnachmittag vom Außenministeriums-Sprecher Clemens Mantl. Derzeit werde erhoben, wer von den rund 17.700 Österreicherinnen und Österreichern überhaupt ausreisen will.
70 Personen bereits ausgereist
In akuten Fällen, wie etwa bei einer Schwangeren oder einer Diabetes-Kranken, habe man bereits reagieren können. 70 vulnerable Österreicherinnen und Österreicher konnten zudem bereits ausreisen. Allen anderen rät das Außenministerium derzeit dringend: "Bleiben Sie in Ihrer Unterkunft".
Mantl erklärte, dass man mit "allen" Fluglinien im Kontakt stehe, um die Möglichkeiten für Ausreisen auszuloten. Es sei auch bereits gelungen, Personen etwa mithilfe von anderen Ländern bei der Ausreise zu unterstützen. Auch Busse nach Maskat (Oman) sollen bei Bedarf organisiert werden. Das Ministerium rät allerdings, "nichts auf eigene Faust" zu unternehmen.
Bundesheer hat keine einsatzfähige Hercules
Und das österreichische Bundesheer? Das erteilte dem Außenministerium eine Absage, wie Mantl erklärte. Zwar ist das Heer mit dem Jagdkommando im Einsatz und unterstützt damit etwa die Botschaften vor Ort, doch mit Evakuierungen kann man nicht helfen.
Denn: Von den drei Hercules-Maschinen (C-130) des Bundesheers ist derzeit keine einzige einsatzfähig. Eine sei auf "Langzeitwartung", eine habe seit vergangener Woche ein Problem mit dem Tank und eine sei generell defekt. Die Maschinen sind allerdings bereits relativ alt. Die Nachfolger (vier Embraer C-390) werden erst ab 2028 geliefert.
Der im Außenministerium eingerichtete Krisenstab soll nun vorerst täglich tagen. Eine Reisewarnung gilt derzeit für:
- Bahrain
- Irak
- Iran
- Israel
- Jordanien
- Katar
- Kuwait
- Libanon
- Syrien
- Vereinigte Arabische Emirate
Für Oman und Saudi-Arabien gilt derzeit die Sicherheitsstufe 3. Das Außenministerium hält jedenfalls fest, dass die Telefon- und Vor-Ort-Teams massiv verstärkt wurden. Daher sei man "immer und überall" erreichbar.
Erreichbarkeiten der Botschaften:
Österreichische Botschaft Abu Dhabi: (+971) 50 66 69 728 bzw. (+971) 50 85 90 441
Österreichische Botschaft Amman: (+962) 795 62 85 60
Österreichische Botschaft Doha: (+974) 33 21 14 50
Österreichische Botschaft Kuwait/Bahrain: (+965) 998 061 77
Österreichische Botschaft Maskat: (+968) 7220 0116
Österreichische Botschaft Riyadh: (+966) 557 102 122
Österreichische Botschaft Tel Aviv: (+972) 54 792 1892 bzw. (+972) 53 643 2738