CPAC Budapest

Showdown in Ungarn: Kickl kämpft für Orban

21.03.2026

In Ungarn kommt es zum Showdown. Bei den Wahlen am 12. April ringt Premier Viktor Orban um seine Macht. Am heutigen Samstag kamen die Orban-Verbündeten zum Rechts-Gipfel in Budapest zusammen, mit dabei: Herbert Kickl.

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In wenigen Wochen sind in Ungarn Wahlen. Nach 16 Jahren an der Macht geht es für Viktor Orban um viel. Sein Herausforderer Péter Magyar will die Fidesz-Dominanz von Orban brechen. Die Umfragen deuten darauf hin, dass es dieses Mal in Budapest so spannend wie lange nicht werden könnte.

Gegen Brüssel und Selenskyj

Orbans Wahlkampf dreht sich um seine Kernthemen Migration, Sicherheit und vor allem Brüssel. Überall in Budapest hängen alarmistische Plakate von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen – Orbans Lieblingsgegnerin – die sich gegen die ehemalige deutsche Verteidigungsministerin richten. Auch seine Fehde mit Selenskyj kultiviert der Ungarn-Premier im Wahlkampf. Ein breit grinsender Selenskyj lacht von den Plakaten in der Hauptstadt und Orbans Partei mobilisiert damit, indem sie die Ungarn warnt, dass Selenskyj der große Gewinner sein könnte, wenn Orban die Wahl verliere.

Der Orban-Gegner

Orbans Gegner, Magyar, kommt aus der Fidesz. Er hat sich gegen Orban gestellt, seine eigene Partei gegründet und gehört mittlerweile zur EVP der Europäischen Volkspartei. Er will einen Pro-EU-Kurs auch in Ungarn durchsetzen, wenn er und seine Tisza-Partei an die Macht kommen.

Das rechte Lager

Zur Seite springt Orban wenige Wochen vor der Wahl das rechte Lager. Bei der CPAC Hungary kommen am Samstag nahezu alle führenden Vertreter der weltweiten Rechtsparteien zusammen. Die Conservative Political Action Conference gibt es seit den 1970er Jahren. Gegründet wurde das Netzwerktreffen in den USA. 2022 hat Orban das Modell nach Europa geholt.

Trump, Netanjahu, Kickl und Milei

Neben Donald Trump, der wie Israels Premier Benjamin Netanjahu am Samstag eine Video-Grußbotschaft schickte, ist FPÖ-Chef Herbert Kickl in Budapest vor Ort. Auch die deutsche AfD-Chefin Alice Weidel und Argentiniens Präsident Javier Milei haben den Weg nach Ungarn gesucht.

"Sturm der Veränderung"

Bei seiner Rede in Budapest lobte Kickl Orban und zollte ihm Respekt. Der FPÖ-Chefanweiser wetterte weiter gegen Brüssel und die "woke Bewegung". Masseneinwanderung nannte Kickl einen "zerstörerischen Plan", den er durchkreuzen wolle. Kickl rief die Rechtspolitiker deshalb dazu auf, sich zusammenzutun und die "westliche Zivilisation zu retten".

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"Es weht der Wind of Change"

Kickl war in Budapest bemüht, seinen Partei- und Gesinnungsfreunden Hoffnung zu machen: "Es weht der Wind of Change." Die Fraktion der Patrioten in Europa sieht Kickl auf dem Vormarsch. Er kündigte einen "Sturm der Veränderung" an, der von Budapest ausgehen solle.

Rückenwind für Orban

"All the best for Viktor Orban" und "on to victory" rief Kickl zum Schluss seiner Rede dem voll besetzten Publikum zu. Für die Allianz der europäischen Rechtspolitiker ist Viktor Orban der Dreh- und Angelpunkt. Am 12. April ist deshalb nicht nur für den Langzeitregierungschef ein entscheidender Wahltag, auch seine Verbündeten wie Kickl und Weidel werden es ganz genau verfolgen, wie in Ungarn die Weichen gestellt werden. Es ist eine Schicksalswahl für ein ganzes Lager.